Kinder und Erwachsene schwimmen mit aufblasbaren Flamingos im Goose Lake bei Anchorage in Alaska. | Bildquelle: AP

Mehr als 30 Grad Celsius Hitzerekord im Süden Alaskas

Stand: 06.07.2019 10:21 Uhr

Im Süden des US-Bundesstaats Alaska hat es die heißesten Temperaturen seit der Wetteraufzeichnung im Jahr 1952 gegeben. Auch in den arktischen Zonen wurden ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen. Klimaexperten sind alarmiert.

Im nördlichsten US-Bundesstaat Alaska hat die Wetterbehörde einen neuen Hitzerekord vermeldet: Am Flughafen in Anchorage kletterten die Temperaturen auf der Thermometeranzeige auf 32,2 Grad. Der Wert liegt deutlich über der bisherigen Höchsttemperatur von 29,4 Grad, die im Jahr 1969 in der größten Stadt Alaskas seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1952 gemessen wurde. Anchorage liegt im Süden des US-Bundesstaates.

Und auch an zahlreichen weiteren Stellen im Süden des US-Bundesstaates wurden Höchstwerte verzeichnet, wie die nationale Wetterbehörde auf Twitter mitteilte. So wurden in den Kleinstädten Kenai und King Salmon 31,6 Grad gemessen.

Niederschläge auf Rekordtief

Bereits im Vormonat hatten die Meteorologen in Alaska den wärmsten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen mit einer Durchschnittstemperatur von 16 Grad gemeldet. Zudem sind die Niederschläge auf ein Rekordtief zurückgegangen. Bilder zeigen, dass Einsatzkräfte in der Nähe des Flusses Montana Creek in den vergangenen Tagen Lauffeuer per Flugzeug bekämpften.

Ein Flugzeug lässt feuerhemmendes Mittel auf einem Lauffeuer in der Nähe des Flusses Montana Creek in Alaska fallen. | Bildquelle: dpa
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Hitze und wenig Niederschlag: Einsatzkräfte haben in den vergangenen Tagen Lauffeuer in der Nähe des Flusses Montana Creek in Alaska per Flugzeug gelöscht.

Klimaexperten beobachten schnellere Klimaerwärmung in Alaska

Im Inneren Alaskas sind Temperaturen von weit über 30 Grad keine Seltenheit. Der höchste jemals gemessene Wert im gesamten US-Bundesstaat stammt vom 27. Juni 1915. Damals wurden 37,8 Grad aufgezeichnet. Aber auch in den arktischen Zonen Alaskas wurden im Frühjahr ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen. Wissenschaftler gehen aufgrund ihrer Beobachtungen und den aktuellen Werten davon aus, dass die Klimaerwärmung in Alaska deutlich schneller voranschreitet als im weltweiten Durchschnitt.

Klima-Experte Rick Thoman erklärte, dass die mittlere Temperatur in Alaska zwischen 1901 und 2016 um 2,6 Grad gestiegen sei. In den gesamten USA betrug nach Angaben des Wissenschaftlers der Anstieg im Schnitt nur ein Grad Celsius.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. Juli 2019 um 10:00 Uhr.

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