Nach einem Tornado umgestürzte Bäume versperren eine Straße in Beauregard im US-Bundesstaat Alabama. | Bildquelle: SCOTT FILLMER

Tornados in den USA Viele Tote und schwere Verwüstungen

Stand: 04.03.2019 09:09 Uhr

Durch heftige Tornados sind im Süden der USA mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. In den Bundesstaaten Alabama und Georgia suchen Rettungskräfte nach Vermissten.

Nach starken Wirbelstürmen in den US-Bundesstaaten Alabama und Georgia suchen Rettungskräfte nach Vermissten. Eine Serie von Tornados hatte am späten Sonntag das Gebiet im Süden der USA überzogen und vielerorts schwere Verwüstungen hinterlassen. Mindestens 23 Menschen kamen ums Leben, viele weitere sind verletzt. Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Toten weiter steigen wird.

Besonders schwer getroffen hatte es Lee County im Bundesstaat Alabama: Dort raste der Wirbelsturm eine Landstraße entlang und schlug eine Schneise der Zerstörung in die Ortschaft Beauregard hinein: Etliche Einfamilienhäuser und Wohnwagen seien zerstört worden, viele Menschen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete der Sheriff von Lee County, Jay Jones. Unter den Opfern seien auch mehrere Kinder.

Stromausfall in Tausenden Haushalten

Laut dem Wetterdienst hatte der erste Tornado, der Lee County traf, einen Durchmesser von fast einem Kilometer. Bilder zeigten zerstörte Häuser, entwurzelte Bäume und mit Trümmern übersäte Straßen.

Nahe der Stadt Smiths Station stürzte ein Mobilfunkmast auf eine vierspurige Schnellstraße. In Tausenden Haushalten fiel der Strom aus.

In den USA kamen bei Tornados mindestens 23 Menschen ums Leben
tagesschau 20:00 Uhr, 04.03.2019, Stefan Niemann, ARD Washington

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Rund ein Dutzend Wirbelstürme

Neben Alabama wurden auch Gebiete im benachbarten Georgia von den Tornados getroffen, die laut nationalem Wetterdienst auf Windgeschwindigkeiten von bis zu 218 Kilometern pro Stunde kamen. Die Rede war von rund einem Dutzend Wirbelstürmen in beiden Bundesstaaten. Die Ausläufer waren auch in Florida und South Carolina zu spüren.

Die Behörden hatten zwar eine Warnung vor gefährlichen Tornados erlassen und die Bewohner der Gegend zu äußerster Vorsicht angehalten.

US-Präsident Donald Trump meldete sich über Twitter zu Wort und rief dazu auf, sich für weitere Wirbelstürme zu wappnen.

"Tag der Zerstörung"

Der Rechtsmediziner von Lee County, Bill Harris, sagte dem Fernsehsender WFSA 12, dass die Retter zu einigen der betroffenen Ortschaften wegen der chaotischen Lage noch gar nicht durchdringen konnten. Einige Verletzte seien von Lastwagenfahrern aus der Gefahrenzone gebracht worden.

"Das ist ein Tag der Zerstörung für Lee County", sagte Harris. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir zu meinen Lebzeiten schon einmal eine solche Lage mit Massen an Opfern gehabt hätten." Er habe staatliche Hilfe angefordert, da die Lage für ihn und seine drei Mitarbeiter nicht mehr zu stemmen sei.

Stichwort: Tornado

Tornados sind Wirbelstürme, die bei großen Temperaturunterschieden über dem Festland entstehen können. Voraussetzungen dafür sind große Wolken, Gewitter und unterschiedliche Windrichtungen in verschiedenen Höhen. Unter der Wolke steigt Warmluft nach oben. In diesem Gefüge entsteht eine rotierende Bewegung in der eigentlichen Wolke. Der Unterdruck im Zentrum des Tornados erzeugt einen zerstörerischen Sog.

Quelle: dpa

Unwetter im US-Staat Alabama: Mehr als 20 Tote
Sebastian Schreiber, ARD Washington
04.03.2019 07:00 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 04. März 2019 die tagesschau um 05:30 Uhr und MDR Aktuell um 07:12 Uhr.

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