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Bericht über Agentenmission Al-Kaida-Vize offenbar in Teheran getötet

Stand: 14.11.2020 09:39 Uhr

Israelische Agenten sollen bereits im August die Nummer Zwei der Terrororganisation Al-Kaida erschossen haben. Laut einem Medienbericht wurde das Attentat im Auftrag der USA in Teheran ausgeführt. Der Iran dementiert.

Der Vizechef der Islamisten-Organisation Al-Kaida ist einem Zeitungsbericht zufolge im Iran getötet worden. Abu Mohammed al-Masri sei bereits im August von zwei Männern auf einem Motorrad in Teheran erschossen worden, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Dabei habe es sich um israelische Geheimagenten gehandelt, die im Auftrag der USA aktiv geworden seien.

Masri, auch bekannt als Abdullah Ahmed Abdullah, war der Stellvertreter des Al-Kaida-Anführers Aiman al-Sawahiri und galt als sein möglicher Nachfolger. Er soll an den Anschlägen auf zwei US-Botschaften in Afrika im Jahr 1998 beteiligt gewesen sein.

Zerstörungen und brennende Autowracks vor der US-amerikanischen Botschaft in Nairobi nach dem Sprengstoffanschlag. (Archivbild)
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213 Menschen starben bei dem Anschlag auf die US-Botschaft in Nairobi 1998. Mehr als 4000 wurden schwer verletzt.

Kein Kommentar vom US-Sicherheitsstab

Der Iran wies den Bericht zurück. Es gebe keine Al-Kaida-"Terroristen" in der Islamischen Republik, erklärte das Außenministerium in Teheran. Die USA und Israel würden immer wieder versuchen, durch Lügen und Falschinformationen den Iran mit solchen Extremisten-Gruppen in Verbindung zu bringen.

Mit Masri starb dem Bericht zufolge auch seine Tochter. Sie war eine Schwiegertochter von Osama bin Laden. Der damalige Al-Kaida-Chef war 2011 in einem Versteck in Pakistan von einer US-Spezialeinheit getötet worden. Er wird für die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA verantwortlich gemacht. Vom Sicherheitsstab des US-Präsidialamtes war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. November 2020 um 10:00 Uhr.

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