Frau in Kapstadt geht mit Mundschutz an einem Graffiti mit Injektionsspritze vorbei | AP

Sinkende Fallzahlen Südafrika lockert Corona-Maßnahmen

Stand: 01.03.2021 08:42 Uhr

Südafrika gilt als das zahlenmäßig am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land auf dem afrikanischen Kontinent. Mittlerweile sinkt die Anzahl der Neuinfektionen jedoch - deshalb sollen die Maßnahmen nun gelockert werden.

Angesichts sinkender Fallzahlen lockert Südafrika seine Corona-Maßnahmen. Das kündigte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa an. Unter anderem werden die Ausgangssperre verkürzt und die Einschränkungen bei Treffen und dem Verkauf von Alkohol gelockert, sagte Ramaphosa.

Die Zahl der Infektionen nehme "dramatisch" ab, so der Präsident. In der vergangenen Woche habe es knapp 10.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Dies waren 30.000 Neuansteckungen weniger als in der letzten Januarwoche und 80.000 weniger als in der letzten Dezemberwoche. 

Alarmstufe wird von drei auf eins gesenkt

Die Alarmstufe wurde deshalb in der Nacht zum Montag von drei auf eins gesenkt. Von den Lockerungen erwarte man höhere Konsumausgaben und eine stetige Erholung des Arbeitsmarkts, sagte Ramaphosa. "Unsere ganze Anstrengung muss dem Wachstum der Wirtschaft gelten."

33 der 53 Grenzübergänge ins Land bleiben dagegen geschlossen. Zudem sind nur fünf Flughäfen für internationale Reisen geöffnet.

Als Ursachen für den Rückgang bei den Neuinfektionen wie auch bei den Covid-19-bedingten Krankenhausaufenthalten nannte Ramaphosa gesundheitspolitische Maßnahmen, eine Veränderung der Verhaltensweisen in der Bevölkerung sowie wachsende Immunität. Südafrika hatte vor knapp zwei Wochen mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen.

Südafrikas Wirtschaft schwer getroffen

Südafrika gilt mit mehr als 1,5 Millionen registrierten Infektionen und fast 50.000 Toten als das zahlenmäßig am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land auf dem afrikanischen Kontinent.

Auch die Wirtschaft ist schwer getroffen: Die Arbeitslosenquote lag Ende vergangenen Jahres bei 32,5 Prozent. Finanzminister Tito Mboweni hatte zuletzt angekündigt, dass Südafrika wegen ausgefallener Steuern in Rekordhöhe absehbar jährlich neue Schulden in Höhe von über 500 Milliarden Rand (mehr als 27 Milliarden Euro) machen müsse.