Palma (Archivbid) | AFP

Mosambik Mindestens sieben Tote bei Milizen-Angriff

Stand: 29.03.2021 02:03 Uhr

In der mosambikanischen Küstenstadt Palma sind mindestens sieben Menschen von Rebellen getötet worden. Die Milizionäre belagern den Küstenort seit mehreren Tagen. Sie sollen wahllos auf Ziele geschossen haben.

In der seit Tagen von Milizen belagerten Küstenstadt Palma in Mosambik sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Das gab ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Sonntag in der Hauptstadt Maputo bekannt. Zur Zahl der Verletzten und Vertriebenen machte er keine Angaben. Seit Mittwoch belagern etwa 100 Rebellen die Kleinstadt.

Menschen wahllos beschossen

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) berichteten Augenzeugen von Leichen in den Straßen Palmas. Anwohner seien geflohen, nachdem Milizen wahllos auf Menschen und Wohngebäude geschossen haben sollen. Der französische Energiekonzern Total hatte etwa 1000 Mitarbeiter aus der Küstenstadt in Sicherheit gebracht. Inzwischen deklarierte der "Islamische Staat" IS die Tat für sich.

Palma befindet sich in der gasreichen Provinz Cabo Delgado im Nordosten Mosambiks, wo Total an einem 16,9 Milliarden Euro (20 Milliarden Dollar) teuren Flüssigerdgas-Projekt beteiligt ist. Seit 2017 kommt es in Cabo Delgado immer wieder zu brutalen Angriffen durch islamistische Milizen. Dabei sollen nach Angaben der UN-Flüchtlingshilfe 670 000 Menschen vertrieben und mehr als 2000 gestorben sein.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. März 2021 um 11:00 Uhr.