Rauch, der von den Hängen des Kilimandscharo aufsteigt (Archivbild vom 23.10.2022) | dpa

Nach Großfeuer am Kilimandscharo Zwei Prozent des Naturparks zerstört

Stand: 27.11.2022 09:15 Uhr

Zwei Großfeuer hatte es vor einigen Wochen am Kilimandscharo, dem "Dach Afrikas" gegeben. Nun wird deutlich, wie groß die Schäden sind: Zwei Prozent des Naturparks seien zerstört, so die Nationalparkbehörde.

Die Großfeuer auf dem Kilimandscharo im ostafrikanischen Tansania vor einigen Wochen haben knapp zwei Prozent Fläche des Naturparks zerstört. Pflanzen und Säugetiere verloren auf knapp 34 Quadratkilometern ihren Lebensraum, wie es in einer Mitteilung der Nationalparkbehörde Tanapa hieß.

Als Ursache für die beiden inzwischen gelöschten Brände, die Ende Oktober hintereinander ausgebrochen waren, vermutet die Behörde einen Zusammenhang mit "menschlichen Aktivitäten", hieß es in einer veröffentlichten Stellungnahme - die Polizei ermittle. Das erste Feuer war am 21. Oktober auf einer Höhe von rund 3900 Metern ausgebrochen. Etwa eine Woche später gab es an der nordöstlichen Flanke des Berges einen weiteren Brand.

Gletscher wohl bis 2040 abgeschmolzen

Der Kilimandscharo ist mit seinen 5895 Metern der höchste Berg Afrikas und ein populäres Ziel für Wanderer und Bergsteiger. In dem UNESCO-Weltnaturerbe leben viele gefährdete Tierarten.

Der Klimawandel ist inzwischen auch massiv am sogenannten Dach Afrikas zu spüren: Die Vegetation leidet unter anhaltender Dürre, die von Gletschern bedeckte Fläche ist innerhalb eines Jahrhunderts um 85 Prozent geschrumpft. Bis 2040 könnte Hemingways berühmter "Schnee auf dem Kilimandscharo" nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie vollständig verschwunden sein.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. November 2022 um 16:35 Uhr in der Sendung "Forschung aktuell".