Eine Familie in Duduza (Südafrika) geht an einem Wandbild vorbei, das für eine Corona-Impfung wirbt. | dpa

Rückgang der Infektionszahlen Südafrika lockert Corona-Maßnahmen

Stand: 26.07.2021 17:24 Uhr

Wegen sinkender Infektionszahlen hat Südafrikas Präsident Ramaphosa Lockerungen der Corona-Beschränkungen in seinem Land angekündigt. Das Verkaufsverbot für Alkohol wurde aufgehoben, die Ausgangssperre verkürzt.

Angesichts fallender Infektionszahlen hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa die Aufhebung der meisten Corona-Maßnahmen angekündigt. Das Verkaufsverbot für Alkohol sowie die Einschränkungen für Reisen im Inland und Versammlungen würden aufgehoben, erklärte er. 

In einer Rede an die Nation sagte Ramaphosa, die durchschnittliche Zahl bestätigter Neuinfektionen habe in der vergangenen Woche bei etwa 12.000 gelegen, ein Rückgang um 20 Prozent gegenüber der Vorwoche. Die jüngsten Zahlen zeigten, dass der Höhepunkt der dritten Infektionswelle weitgehend überwunden sei.

Alkoholverbot aufgehoben, Ausgangssperre verkürzt

Während die Zahl der Neuansteckungen in der bevölkerungsreichsten Provinz Gauteng deutlich zurückgegangen sei, gebe die Situation in den Provinzen Ostkap, Westkap sowie KwaZulu-Natal weiterhin Anlass zur Sorge, sagte Ramaphosa. Die nächtliche Ausgangssperre bleibe angesichts der Lage in Kraft, werde jedoch auf die Zeit zwischen 22.00 und 4.00 Uhr beschränkt. Die Maskenpflicht im Land gelte weiterhin.

Fortan dürfen Geschäfte nun aber wieder von Montag bis Donnerstag Alkohol verkaufen, auch Restaurants und Bars dürfen alkoholische Getränke anbieten. Die Schulen sind wieder vollständig geöffnet. Ramaphosa kündigte zudem die Wiedereinführung einer monatlichen Zahlung von 350 Rand (etwa 20 Euro) für Arbeitslose bis März 2022 an. Nach offiziellen Zahlen gingen im vergangenen Jahr im Zuge der Pandemie in Südafrika schätzungsweise zwei Millionen Jobs verloren.

Ein Drittel aller Infektion auf dem Kontinent

Der Präsident stellte außerdem eine deutliche Erhöhung des Impftempos in Aussicht. Vom 1. September an können sich demnach auch jüngere Menschen ab 18 Jahren impfen lassen. Derzeit sind Impfungen auf Menschen ab 35 Jahre beschränkt. In dem Land mit 60 Millionen Einwohnern wurden bislang etwa 6,3 Millionen Impfdosen verabreicht. 2,3 Millionen Menschen wurden bisher vollständig gegen Covid-19 geimpft. 

Südafrika ist von der Corona-Pandemie besonders schwer betroffen. Seit Pandemie-Beginn wurden in dem Land 2,3 Millionen Corona-Infektionen registriert. Mindestens 69.775 Menschen in Südafrika starben.