Ein Corona-Abstrich wird bei einer Frau in Soweto, Südafrika, gemacht. | AP

Nachgewiesene Infektionen Omikron in 22 afrikanischen Ländern

Stand: 23.12.2021 14:56 Uhr

Südafrika war das erste Land, in dem Omikron nachgewiesen wurde. Mittlerweile melden 21 weitere afrikanische Staaten Infektionen mit der Variante des Coronavirus - quer über den Kontinent verteilt.

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich auf dem afrikanischen Kontinent aus. "Bis heute haben 22 Länder die Existenz der Omikron-Variante nachgewiesen. Omikron verbreitet sich sehr schnell", sagte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC). Rund einen Monat nachdem Südafrika die Entdeckung der neuen Variante bekanntgab, meldeten nun auch Staaten wie Ägypten, Togo, Marokko, Kenia, Mauritius oder Burkina Faso bestätigte Infektionen.

Erste Erkenntnisse aus Südafrika, dass Omikron im Vergleich zur Delta-Variante trotz schneller Verbreitung ein bis zu 80 Prozent geringeres Risiko für eine schwere Erkrankung darstelle, nannte Nkengasong ermutigend. Allerdings warnte er davor, diese frühen Erkenntnisse nun auch auf andere Länder zu übertragen.

Niedrige Impfquoten

In ganz Afrika wurden vergangene Woche 253.000 Corona-Neuinfektionen gezählt - ein Anstieg von 21 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Allerdings entfiel mit 141.000 Fällen mehr als die Hälfte auf Südafrika.

Der Kontinent hat mittlerweile knapp 446 Millionen Impfdosen beschafft, doch sind in Afrika erst 10,9 Prozent der Bevölkerung zweifach gegen das Coronavirus geimpft. Länder wie Marokko (72 Prozent der Bevölkerung) oder Südafrika (26 Prozent) ragen dabei allerdings heraus.

Hohe Dunkelziffer vermutet

Die CDC versucht, die Mittel der afrikanischen Staaten zu bündeln und Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie zu koordinieren. Insgesamt wurden bisher in Afrika laut der Behörde rund 9,2 Millionen Infektionen dokumentiert, 226.530 Todesfälle stehen mit dem Coronavirus im Zusammenhang. Die Dunkelziffer dürfte nach Angaben von Experten auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen jedoch höher liegen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 23. Dezember 2021 um 14:40 Uhr.