Menschen an der Unfallstelle  | AFP

Ägypten Mindestens 32 Tote bei Zugunglück

Stand: 26.03.2021 14:10 Uhr

In Ägypten sind zwei Züge zusammengestoßen - mindestens 32 Menschen starben, Dutzende wurden verletzt. Die Unfallursache ist noch unklar. In den vergangenen Jahren kam es im Land öfter zu schweren Zugunglücken.

Beim Zusammenstoß zweier Züge sind in Ägypten mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Das ägyptische Gesundheitsministerium meldete zudem 66 Verletzte. Die Opfer seien in Krankenhäuser gebracht worden.

Die beiden Züge stießen demnach in Tahta südlich der Stadt Assiut zusammen. Der Ort liegt rund 375 Kilometer südlich von Kairo. Auf Bildern in den sozialen Medien waren entgleiste und umgekippte Waggons zu sehen. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Das Gesundheitsministerium bildete nach eigenen Angaben einen Krisenstab.

Mehrere Zugunglücke in den vergangenen Jahren

In Ägypten kommt es immer wieder zu schweren Zugunglücken. Ursache ist nach Ansicht von Kritikern häufig der schlechte Zustand von Zügen und Gleisen sowie die mangelhafte Ausbildung von Zugführern.

Vor zwei Jahren war im Bahnhof der Hauptstadt Kairo ein Zug in hohem Tempo gegen einen Prellbock gerammt. Mindestens 20 Menschen kamen ums Leben. Die Behörden warfen dem Zugführer Fahrlässigkeit vor. Der Mann sei mit dem Fahrer einer zweiten Lokomotive in Streit geraten, weil sein Zug von diesem blockiert worden sei, teilte die Staatsanwaltschaft damals mit. Er habe seine Führerkabine verlassen, um sich bei dem anderen zu beschweren, ohne die Bremse anzuziehen.

2002 starben mehr als 360 Menschen

Im Februar 2002 waren beim bislang schwersten Zugunglück in Ägypten mehr als 360 Menschen getötet worden. Ein Teekocher löste damals in einem mit 4000 Menschen besetzten Zug ein Flammeninferno aus. Sieben Monate später wurden elf Mitarbeiter der Eisenbahngesellschaft vom Vorwurf der Fahrlässigkeit freigesprochen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. März 2021 um 14:00 Uhr in den Nachrichten.