Ein Afghane versucht in Kabul, seine Hütte vom Schnee zu befreien. | Bildquelle: REUTERS

Schneestürme und Starkregen Tödlicher Winter in Pakistan

Stand: 13.01.2020 11:31 Uhr

In einigen Teilen Pakistans sind mehr als 15 Zentimeter Schnee gefallen. Durch den Wintereinbruch mit Stürmen wurden mindestens 25 Menschen getötet. Auch aus dem benachbarten Afghanistan werden Tote gemeldet.

Bei Schneestürmen und heftigem Regen sind in Pakistan und Afghanistan viele Menschen ums Leben gekommen.

In Pakistan gab es mindestens 25 Tote - insbesondere in der südwestlichen Provinz Balutschistan. Dort starben innerhalb von 24 Stunden 14 Menschen. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde brachen Hausdächer unter der Schneelast zusammen. In Teilen der Provinz lag mehr als 15 Zentimeter Schnee.

Wegen der Unwetter wurden auf dem Flughafen der Provinzhauptstadt Quetta viele Verbindungen gestrichen. Die Regionalregierung rief für sieben besonders schlimm getroffene Distrikte den Notstand aus und entsandte Soldaten, die bei den Rettungsarbeiten helfen sollen.

In der östlichen Provinz Punjab gab es heftige Regenfälle - elf Bewohner starben. Im Grenzgebiet zu Afghanistan sind zudem Tausende Menschen in abgelegenen Bergregionen von der Außenwelt abgeschnitten, weil eine dicke Schneedecke die Straßen blockierte. Nach Angaben des Wetterdienstes in der Hauptstadt Islamabad werden die Unwetter noch bis kommende Woche andauern.

Pakistanische Soldaten befreien nahe der afghanischen Grenze eine Straße vom Schnee. | Bildquelle: AKHTER GULFAM/EPA-EFE/REX
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Pakistanische Soldaten befreien nahe der afghanischen Grenze eine Straße vom Schnee.

Angst vor Lawinen

In Afghanistan kamen nach Angaben unterschiedlicher Nachrichtenagenturen zwischen sieben und 18 Menschen ums Leben. Tote wurden aus den Provinzen Herat, Kandahar und Helmand gemeldet. Wegen des Schneefalls und befürchteter Lawinen seien viele Überlandstraßen geschlossen, teilte das Katastrophenschutzministerium mit.

In Kabul fielen die Temperaturen auf minus 15 Grad. Viele Einwohner verzichteten wegen der schneebedeckten Straßen auf das Auto und hatten Probleme, zur Arbeit zu kommen.

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