Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit Soldatinnen in Camp Marmal  | Bildquelle: AFP

Von der Leyen in Masar-i-Scharif Selfie in Afghanistan

Stand: 18.12.2018 02:02 Uhr

Für Verteidigungsministerin von der Leyen ist es ihr sechster Weihnachtsbesuch in Afghanistan. Der Besuch soll die Moral der Truppe stärken - bei angespannter Sicherheitslage.

Von Nina Barth, ARD-Hauptstadtstudio, zzt. Masar-i-Scharif

Der Weihnachtsbesuch bei den deutschen Soldaten in Afghanistan ist für Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eine Tradition. Eine, die ihr wichtig ist. Sie will den Soldaten Danke sagen, gerade in der Weihnachtszeit. "Das ist auch im Einsatz eine besondere Zeit", sagte sie. "Und deshalb ist es mir wichtig, Ihnen heute zu versichern, dass Ihr besonderer Dienst, Ihr bedeutsamer Dienst hier, bei uns in der Heimat hoch anerkannt wird."

Immer wieder gibt es Anschläge

Bei den Soldaten kommt das gut an. Die Weihnachtszeit im Feldlager in Afghanistan ist nicht einfach. Das sagen fast alle - so auch Hauptfeldwebel Tim: "Vor allem, wenn dann der 24. kommt, dann denke ich mal schon, dass es dann ein bisschen schwieriger wird."

Der Hauptfeldwebel ist seit einigen Wochen dort. Er ist einer von 1200 deutschen Soldaten in Afghanistan, fast alle stationiert im Camp nahe Masar-i-Scharif. Afghanistan - das ist der größte Auslandseinsatz der Bundeswehr. Und auch nach 17 Jahren ist die Sicherheitslage angespannt, immer wieder gibt es Anschläge.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei dem Weihnachtsbesuch im deutschen Feldlager Camp Marmal am Rande von Masar-i-Scharif. | Bildquelle: AFP
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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei dem Weihnachtsbesuch im deutschen Feldlager Camp Marmal am Rande von Masar-i-Scharif.

Moral stärken

Der Besuch der Verteidigungsministerin soll auch die Moral der Truppe stärken: "Wir sind noch lange nicht am Ziel. Wir sind uns darüber durchaus bewusst", sagt sie. "Aber, Sie Soldatinnen und Soldaten, wissen auch, dass die Afghanen beherzt kämpfen darum, dass die Fortschritte, die dieses Land in den letzten Jahren erreicht hat, auch gehalten werden." Es sei ein zäher und mühsamer Weg, den Friedensprozess in diesem Land nach vorne zu bringen. "Aber es ist das Richtige, was wir hier gemeinsam tun."

Ein Stück Heimat

Von der Leyen steht auf einem Podest, schräg hinter ihr ein Weihnachtsbaum. Es riecht nach Waffeln und Glühwein. Die Soldaten versuchen, ein Stück Heimat nach Afghanistan zu holen. Der Dank der Ministerin tut ihnen gut - und sie dankt nicht nur, sie singt auch: "Ich habe noch eine schöne Aufgabe", sagt sie. "Wir haben heute ein Geburtstagskind unter uns. Und das ist der Stabsunteroffizier Schröter. Happy Birthday to you."

Dann stürzt sie sich ins Getümmel. Unterhält sich mit den Soldaten. Viele wollen Selfies mit ihrer Ministerin. Von der Leyen lächelt. Sie weiß, wie wichtig die moralische Unterstützung ist. Denn wie lange dieser Einsatz gegen Terror und Gewalt in Afghanistan noch dauern wird, das weiß keiner.

Schwierige Mission - von der Leyens Weihnachtsbesuch in Afghanistan
Nina Barth, ARD Berlin
17.12.2018 21:57 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. Dezember 2018 um 05:24 Uhr.

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