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Einigung zwischen Israel und Emiraten "Für Frieden reicht das Abkommen nicht"

Stand: 13.08.2020 23:20 Uhr

Das Abkommen zwischen Israel und den Emiraten ist ein positives Signal, Frieden in Nahost wird es aber nicht bringen, meint Mike Lingenfelser. Von einer "historischen Zäsur", der andere Golfstaaten folgen könnten, spricht Alexander Stenzel.

Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich auf die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen geeinigt. Israel werde dafür im Gegenzug seine Ansprüche auf von Palästinensern bewohnte Gebiete im Westjordanland aussetzen. Von einem historischen Friedensabkommen ist die Rede. Aber ist es das wirklich?

Mike Lingenfelser, ARD-Korrespondent in Tel Aviv meint, für Frieden im Nahostkonflikt genüge das Abkommen bei weitem noch nicht. Dennoch sei das Abkommen ein positives Signal und "ein weitreichender Schritt, den es in der arabischen Welt lange nicht gegeben hat". Allerdings müsse es nun auch in die Tat umgesetzt werden. Und bis dahin sei es noch ein langer Weg.

Alexander Stenzel, ARD-Korrespondent in Kairo spricht von einer "historischen Zäsur", mit Vorbildcharakter. Auch andere Golfstaaten, wie beispielsweise der Oman könnte dem Beispiel der Vereinigten Arabischen Emirate folgen.

Den Zeitpunkt des Abkommen erklärt er mit dem Wunsch der Golfstaaten, eine Allianz gegen den Iran zu bilden. Inzwischen habe die Eindämmung des Iran in der Golfregion oberste Priorität.