Das Logo des Apple-Konzerns prangt an einem Geschäft in New York. | Bildquelle: AP

Streit um App-Store-Regeln Kritiker von Apple organisieren sich

Stand: 25.09.2020 10:11 Uhr

Bis zu 30 Prozent ihres Erlöses müssen Firmen wie Spotify, Deezer oder Epic Games abtreten, wenn sie über Apples App-Store Produkte verkaufen. Das sei nicht fair, argumentieren die Anbieter - und schließen sich nun zusammen.

Kritiker der App-Store-Regeln von Apple haben sich in einer Organisation zusammengeschlossen. Unter den 13 ersten Mitgliedern der Koalition für App-Fairness sind unter anderem der Musikstreaming-Marktführer Spotify und sein Konkurrent Deezer, die Spielefirma Epic Games und der Verlegerverband European Publishers Council. Die Koalition kritisiert insbesondere die Abgabe von 30 Prozent des Erlöses bei digitalen Inhalten und Abos, die über die Apple-Plattform verkauft werden.

Die Mitglieder fordern, dass auch andere App-Stores als der von Apple auf dem iPhone zugelassen werden und App-Anbieter dort auch auf andere Systeme zur Zahlungsabwicklung zurückgreifen können. Apple entgegnet auf solche Kritik stets, dass die Einschränkungen nötig seien, um für die Sicherheit der Nutzer zu sorgen, und dass mit der Erlösabgabe der App-Store-Betrieb finanziert werde. Bei Abos sinken die Abgaben nach dem ersten Jahr auf 15 Prozent.

Spotify hat die EU-Kommission eingeschaltet

Einige Mitglieder der Koalition streiten sich auch öffentlich mit Apple. So hat sich Spotify an die EU-Kommission gewandt und wirft dem iPhone-Konzern unfairen Wettbewerb vor. Als Begründung führt Spotify an, dass man einen Teil der Abo-Erlöse an Apple abgeben müsse, während Apple als Plattform-Betreiber die gesamten Einnahmen von seinem Konkurrenzdienst Apple Music behalten könne.

Auch Epic Games, Macher des populären Online-Spiels "Fortnite", sorgte erst kürzlich für Aufsehen mit dem Versuch, die App-Store-Regeln zu verletzen und virtuelle Inhalte an Apple vorbei zu verkaufen. Apple verbannte daraufhin die App von der Plattform.

Darstellung: