Amerikanische Erdnussbutter in deutschem Supermarkt | Bildquelle: dpa

Handelskonflikt mit den USA EU straft USA mit Gegenzöllen

Stand: 14.06.2018 17:39 Uhr

Ab Juli werden die Vergeltungszölle der EU auf US-Waren fällig. Die EU-Staaten haben sich einstimmig dafür ausgesprochen - als Reaktion auf den US-Beschluss, Zölle auf Aluminium und Stahl aus Europa zu verhängen.

Die EU-Staaten haben die 2,8 Milliarden Euro schweren Vergeltungszölle gegen die USA auf den Weg gebracht. Vertreter der Länder hätten die von der EU-Kommission aufgesetzte Liste von Zöllen auf US-Produkte einstimmig angenommen, sagten EU-Vertreter in Brüssel. Die Zölle müssen formell noch von den EU-Kommissaren abgesegnet werden.

Die Strafabgaben werden voraussichtlich ab Anfang Juli auf US-Waren wie Jeans, Erdnussbutter oder Motorräder fällig. Sie sind die Antwort der EU auf die Anfang des Monats verhängten US-Zölle auf Stahl und Aluminium aus Europa.

Die USA erheben seit dem 1. Juni Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl- sowie zehn Prozent auf Aluminium aus Europa. Die EU hatte ihre Gegenzölle in Höhe von 25 Prozent vorsorglich schon vor Wochen bei der Welthandelsorganisation WTO angemeldet. Nach den WTO-Regeln können sie frühestens am 20. Juni in Kraft treten. Aus der EU-Kommission hieß es, die Behörde werde die entsprechende Durchführungsverordnung "in den nächsten Tagen" erlassen, damit die Gegenzölle wirksam werden.

EU einstimmig für Gegenzölle im Handelskonflikt mit den USA
Ralph Sina, ARD Brüssel
14.06.2018 19:22 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 14. Juni 2018 um 17:23 Uhr.

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