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21.03.2010

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Wirtschaft
Mieterbund warnt vor Wohnungsnot in Ballungsgebieten
Zu wenig günstiger Wohnraum in Ballungsgebieten

Mieterbund warnt vor Wohnungsnot

Bauarbeiter auf einem Baugerüst (Foto: ZB) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: In Deutschland wird immer weniger in bezahlbare Wohnugen investiert. ]
Vor einer neuen Wohnungsnot in Ballungsräumen warnt der Deutsche Mieterbund. Wenn die Bundesregierung nicht rasch handele und Investitionen in Neubauten gezielt ankurbele, seien große Engpässe in zwei bis drei Jahren unausweichlich, sagte der Präsident der Organisation, Franz-Georg Rips, der "Frankfurter Rundschau". In Ballungsräumen wie München überschritten die Kaltmieten mit neun bis zehn Euro pro Quadratmeter den Bundesdurchschnitt bereits jetzt um annähernd 70 Prozent.

Rips fordert Engagement des Bundes

Ein weiterer Anstieg müsse gestoppt werden, so Rips. Ansonsten seien die "sozialen Spannungen mit allen negativen Folgen wie Ghettobildung und Kriminalität programmiert.". Der Bund müsse sich wieder stärker in der Wohnungspolitik engagieren. Für dringend nötige Investitionen in neue Mietwohnungen schlägt Rips eine befristete staatliche Förderung etwa durch eine Zulage oder Steuervorteile vor.

"Sozialer Wohnungsbau findet abgesehen von einigen Ausnahmen in Bayern und Nordrhein-Westfalen in Deutschland nicht mehr statt", sagte Rips. Dabei wachse der Bedarf an relativ günstigem Wohnraum. Vor 30 Jahren habe es in Deutschland rund vier Millionen Sozialwohnungen und 1,8 Millionen Arbeitslose gegeben. Heute hätten etwa 3,5 Millionen Menschen hierzulande keinen Job. Die Zahl der Sozialwohnungen sei aber mittlerweile auf 1,5 Millionen gesunken. Und jedes Jahr würden es mit dem Wegfall der Sozialbindung etwa 100.000 weniger.

Stand: 31.12.2009 05:11 Uhr
 

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