Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG Martin Winterkorn | Bildquelle: dpa

VW-Affäre Winterkorn zieht sich auch von Audi zurück

Stand: 12.11.2015 11:08 Uhr

Nach dem Rücktritt von seinen Führungsposten bei VW und Porsche gibt Winterkorn auch sein Amt als Audi-Aufsichtratschef ab. Das kommt nicht überraschend. Wegen des Skandals um manipulierte Abgaswerte hatte zum Beispiel Niedersachsen den kompletten Rückzug gefordert..

Im Zuge der Volkswagen-Affäre um manipulierte Abgaswerte hat der frühere Konzernchef Martin Winterkorn mit sofortiger Wirkung auch sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender bei der VW-Tochter Audi niedergelegt.

Winterkorn war wegen der Affäre um gefälschte Abgas-Messwerte bei Diesel-Autos bereits am 23. September von seinem Posten als VW-Vorstandschef zurückgetreten. Im Anschluss stieg der Druck auf den 68-Jährigen, auch seine anderen Ämter im Konzern niederzulegen. Das Land Niedersachsen, zweitgrößter VW-Aktionär, hatte dies zum Beispiel gefordert. Es sei Zeit für einen "kompletten Rückzug", hieß es auch aus der IG Metall. Am 17. Oktober legte Winterkorn den Chefposten bei der Porsche-Holding PSE nieder.

Elf Millionen Dieselfahrzeuge betroffen

VW hatte im September zugegeben, dass in etwa elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Software eingesetzt wurde, die den Ausstoß von Stickoxiden im Testbetrieb als zu niedrig auswies. Vergangene Woche gestand das Wolfsburger Unternehmen zudem ein, dass bei vermutlich rund 800.000 seiner Autos der tatsächliche Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 höher ist als angegeben.

Ein Aufsichtsrats-Posten bleibt Winterkorn aber noch - beim FC Bayern.

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