Mehr als 1000 neue Windkraftanlagen in Deutschland

Windräder (Bildquelle: REUTERS)

Bundesverband WindEnergie legt Bericht vor

Mehr als 1000 neue Windkraftanlagen in Deutschland

Der Windenergie-Markt in Deutschland wächst weiter. 1008 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von 2439 Megawatt seien neu installiert worden, teilte der Bundesverband WindEnergie mit. Damit seien im vergangenen Jahr rund 20 Prozent mehr Leistung ans Netz gegangen als im Vorjahr.

Auf See gingen demnach im vergangenen Jahr 16 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 80 Megawatt neu ans Netz. In Nord- und Ostsee speisten damit nun 68 Anlagen Strom ein, erklärte der Verband.

Im Vergleich der Bundesländer nähmen nach wie vor Niedersachsen und Schleswig-Holstein die Spitzenposition ein. In den beiden Ländern wurden demnach 289 Anlagen mit einer Leistung von 694 Megawatt gebaut. Aber auch in Rheinland-Pfalz und Bayern gehe der Ausbau voran, so der Verband. Dort gebe es 181 neue Anlagen.

Schlusslicht bleibe Baden-Württemberg mit lediglich 19 Megawatt und neun Anlagen. Mit Windkraft wurden 2012 etwa acht Prozent des deutschen Strombedarfs gedeckt.

Im diesem Jahr peilt die deutsche Windindustrie den Bau von Anlagen mit einer Leistung von 3000 bis 3500 Megawatt an. Dies wäre ein Wachstum zwischen 23 und 44 Prozent. Vor allem für Offshore-Anlagen erwartet der Verband ein deutliches Wachstum.

Schwierige Lage auf dem Weltmarkt

Der Verband des Deutschen Maschinenbaus (VDMA), der die Produzenten der Windräder vertritt, äußerte sich skeptisch zu den Aussichten des Weltmarkts. Dieser dürfte 2013 wegen eines Rückgangs in den USA und einer Stagnation in China um rund zehn Prozent einbrechen, sagte Thorsten Herdan, Geschäftsführer der VDMA-Energiesparte. "Deutschland ist ein Fels in der Brandung in einem turbulenten Weltmarkt."

Entscheidend sei, wie es hierzulande mit dem Ausbau der Anlagen auf hoher See weitergehe. "Wir hoffen sehr stark, dass wir mit den neuen Haftungsregelungen wieder Investoren haben, die an Offshore glauben und die in neue Projekte investieren", sagte Herdan. Sonst sehe es spätestens in zwei Jahren "doch etwas düster aus". Die Risiken für den Ausbau sollen nach Plänen der Regierung über die Stromverbraucher absichert werden.

Stand: 30.01.2013 16:04 Uhr

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