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Bundesweit sind tausende Erzieher in kommunalen Kindergärten in Warnstreiks getreten. In zahlreichen Städten blieben deshalb Kindertagesstätten geschlossen, auch waren zentrale Kundgebungen in mehreren Bundesländern geplant. Betroffen sind vor allem Einrichtungen in größeren Städten wie München, Dortmund, Nürnberg, Bremen, Stuttgart, Mainz und Frankfurt, wie die Gewerkschaften ver.di und GEW erklärten. Insgesamt waren 15.000 Erzieher zu den Warnstreiks aufgerufen.
Es zeichne sich eine rege Beteiligung ab, erklärte die Gewerkschaft ver.di. Die betroffenen Eltern seien frühzeitig informiert worden. Es sollten auch Notdienste eingerichtet werden. Ab Donnerstag wollen die Gewerkschaften eine Urabstimmung über unbefristete Streiks beginnen, die dann laut GEW-Referent Bernhard Eibeck bereits am 15. Mai beginnen könnten.
[Bildunterschrift: Ab dem 15. Mai könnte es unbefristete Streiks geben. ]
Die Gewerkschaften fordern für die bei Kommunen beschäftigten Sozialarbeiter und Erzieher einen besseren Gesundheitsschutz. Der physische und psychische Druck habe zugenommen, das Gehalt habe sich durch neue Eingruppierungssysteme in den vergangenen Jahren hingegen verschlechtert. Die Gewerkschaften wollen mit der Aktion den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber erhöhen, über einen Gesundheitstarifvertrag für die rund 220.000 Angestellten im Sozial- und Erziehungsdienst zu verhandeln.
ver.di:
2,376 Millionen Mitglieder. Die Dienstleistungsgewerkschaft vertritt mehr als 1000 Berufe im öffentlichen Dienst, Handel, Versicherungs- und Bankbranche, bei Post und Medien.Hintergrund des Tarifkonflikts sind die gescheiterten Verhandlungen zur Einführung eines Gesundheitstarifvertrages. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) habe trotz mehrfacher Aufforderung die Aufnahme der Verhandlungen seit Monaten verzögert und damit ein Scheitern provoziert, argumentierte ver.di.
"Wir haben uns dem Thema nicht verschlossen, sondern zugesagt, uns in der nächsten Verhandlungsrunde am 27. Mai zu äußern", erklärte VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann. Er warf der Gewerkschaft vor, das Ziel eines Tarifvertrags für Gesundheitsschutz vorzuschieben, um Forderungen nach einem neuen Entgeltsystem und nach mehr Geld Nachdruck zu verleihen. Die Gewerkschaften fordern neben der Einführung eines Gesundheitstarifvertrags eine bessere tarifliche Eingruppierung mit deutlich höherer Bezahlung.
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