Vor der Sicherheitskontrolle am Stuttgarter Flughafen

Luftverkehr in Deutschland Wartezeiten wegen Warnstreiks

Stand: 08.02.2017 04:23 Uhr

Fluggäste müssen sich heute in Berlin und Hamburg wegen eines Warnstreiks auf Wartezeiten einstellen. Grund ist ein Tarifkonflikt mit dem Bodenpersonal um bessere Bezahlung, Arbeitszeiten und Aufstiegsmöglichkeiten.

Wegen eines Warnstreiks des Bodenpersonals gibt es für Fluggäste in Berlin und Hamburg momentan starke Behinderungen. An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld rief die Gewerkschaft ver.di rund 2000 Bodenservice-Mitarbeiter zwischen 5.00 und 11.00 Uhr zu Arbeitsniederlegungen auf. Zum Bodenservice zählen zum Beispiel Check-in und Gepäckabfertigung, aber auch das Einweisen und Betanken der Maschinen.

Verdi-Vertreterin Katharina Wesenick sagte, Tegel sei "zwischen sechs und acht Uhr komplett vom Netz genommen" worden. Für den Flughafen Schönefeld gebe es entsprechende Überlegungen, Beratungen dazu liefen derzeit.

Die Fluggesellschaften haben allein 71 Abflüge von der Hauptstadt aus gestrichen, die meisten anderen Verbindungen gelten als verspätet. Air Berlin teilte mit, es seien auch starke Einschränkungen bei der Gepäckabfertigung zu erwarten. Passagiere sollten möglichst nur mit Handgepäck zu reisen.

In Hamburg sollen Mitarbeiter der Flugzeug- und Gepäckabfertigung, des Terminal-Busverkehrs sowie von Reinigungsdiensten streiken. Der Ausstand soll sich laut ver.di auf die Frühschicht beschränken und im Laufe des Tages beendet werden. Der Flughafen schließt Auswirkungen auf den Flugverkehr nicht aus, will diese aber so gering wie möglich halten.

Dutzende Flugausfälle

Der Flughafenverband ADV nannte die Warnstreiks unangemessen und rief die Tarifpartner auf, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen und den Passagieren die Wirren eines Streiks zu ersparen. In dem Tarifkonflikt geht es um bessere Bezahlung, die Arbeitszeiten und Aufstiegsmöglichkeiten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. Februar 2017 u.a. um 6:00 und 12:00 Uhr.

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