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Volkswagen steigt beim japanischen Kleinwagenbauer Suzuki ein. Der deutsche Autokonzern werde im Rahmen einer strategischen Partnerschaft 19,9 Prozent an Suzuki erwerben, teilten beide Unternehmen mit. Im Gegenzug beabsichtige Suzuki, bis zur Hälfte des erhaltenen Kaufpreises in VW-Aktien zu investieren. VW zahlt nach Angaben eines Sprechers 1,7 Milliarden Euro für den Einstieg bei Suzuki.
Der gegenseitige Einstieg muss noch von den jeweiligen Wettbewerbsbehörden abgesegnet werden, soll aber bereits im Januar 2010 abgeschlossen werden. Beide Konzerne erhoffen sich durch die Partnerschaft Synergien, vor allem bei der Entwicklung umweltfreundlicher Kleinwagen.
[Bildunterschrift: VW steigt ein - Suzuki soll aber eigenständig bleiben. ]Die Zusammenarbeit sei für VW genauso wie für Suzuki "ein wichtiger Schritt in die Zukunft", erklärte der Wolfsburger Konzern. Die beiden Unternehmen ergänzten sich "in einer idealen Weise". Zielgruppe bei der Kooperation seien genauso Menschen in Schwellenländern, die ihr erstes Auto kaufen, wie Kunden in entwickelten Ländern, die auf umweltfreundlichere Fahrzeuge umsteigen möchten.
Volkswagen hat mit dem Up! einen Kleinwagen entwickelt, der 2011 auf den Markt kommen soll. Mit besonders günstigen Modellen von Suzuki könnte der Wolfsburger Konzern auch das Segment darunter abdecken. Die Japaner wiederum könnten von den Dieselmotoren des Volkswagen-Konzerns profitieren.
VW hat sich zum Ziel gesetzt, Weltmarktführer Toyota bis 2018 vom Thron zu stoßen. Zusammen mit Suzuki könnte dies schneller gelingen. Deshalb erwarten Experten, dass Toyota VW das Feld nicht kampflos überlassen wird. Denn mit dem Einstieg bei dem viertgrößten japanischen Autobauer Suzuki wird VW nun direkt vor der Haustür von Toyota tätig. Von der Allianz erhofft sich Volkswagen auf dem rasant wachsenden Automarkt in Indien mehr Durchschlagskraft, wo Suzuki mit seiner Tochter Maruti einen Marktanteil von über 50 Prozent hält. VW hat vor kurzem in der Nähe der Stadt Pune eine neue Fabrik eröffnet, verkauft auf dem Subkontinent aber vergleichsweise wenig Autos.
VW betonte, im Rahmen der angestrebten Partnerschaft solle die Eigenständigkeit der beiden Konzerne gewahrt bleiben. Damit dürfte Suzuki in naher Zukunft nicht als elfte Marke in den Wolfsburger Konzern eingegliedert werden. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hatte im September gesagt, der Konzern werde sich möglicherweise um zwei weitere Marken bemühen. Zwölf sei eine "gute Zahl", sagte er. VW hatte vor kurzem 49,9 Prozent des deutschen Sportwagenbauers Porsche und will diesen als zehnte VW-Marke integrieren.
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