Herbert Diess und Hans Dieter Poetsch | Bildquelle: dpa

Konzernumbau VW soll schneller entscheiden können

Stand: 13.04.2018 12:46 Uhr

Der Volkswagen-Konzern hat die Ergebnisse der Aufsichtsratssitzung vorgestellt. Eine schlankere Struktur soll Entscheidungen beschleunigen, ein Manager für das Tagesgeschäft den neuen VW-Chef Diess unterstützen.

Der neue VW-Chef Herbert Diess will den größten Autokonzern der Welt mit einer neuen Führungsstruktur auf Trab bringen. Er wolle die schon beschlossene Strategie nicht ändern, Volkswagen müsse aber in einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld sein Tempo erhöhen, erklärte Diess in Wolfsburg.

Weiterentwicklung, keine Revolution

"Es geht um eine Weiterentwicklung und keine Revolution", machte er deutlich. Das Management wolle künftig schneller entscheiden, der Konzern durch die Aufteilung in sechs Geschäftssegmente agiler werden.

Der Konzern wird in sechs Geschäftsfelder gegliedert, die Region China daneben separat geführt. Die acht Pkw-Marken werden in drei Gruppen gebündelt: Volumen (Autos für den Massenmarkt), Premium und Superpremium. Die Nutzfahrzeugmarken werden für einen Börsengang vorbereitet.

Neue VW-Chef Diess präsentiert Ziele des Konzernumbaus
tagesschau 14:00 Uhr, 13.04.2018, Rüdiger Strauch, NDR

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Kompaktere Struktur, schnellere Entscheidungen

"Eine kompaktere Struktur führt zu schnelleren Entscheidungen", so Diess. Die Grundlage der Arbeit sei immer noch die Strategie 2025. "Es gibt keinen Grund, an dem Kurs zu zweifeln", sagte Diess.

"Unser Ziel ist, Volkswagen in Ertragsstärke, Innovationskraft und Nachhaltigkeit zu einem der führenden in der Industrie zu machen." Durch die Reform der Fühungsstruktur soll auf die in der Branche anstehenden Herausforderungen - Umstieg auf Elektroautos, selbstfahrende Autos und Mobilitätsdienstleistungen - schneller reagiert werden.

Diess wird von COO unterstützt

Der neue Volkswagen-Konzernchef Diess übernimmt die Leitung der Kernmarke VW Pkw in Personalunion. Dabei werde er von einem Chief Operating Officer (COO) unterstützt, der das Tagesgeschäft verantworte, sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch in Wolfsburg.

Dieser Posten müsse so schnell wie möglich besetzt werden. Pötsch dankte dem bisherigen Konzernchef Matthias Müller für seinen Einsatz, der den Konzern "mit Bravour" durch eine schwierige Phase gesteuert habe.

Herbert Diess und Hans Dieter Poetsch | Bildquelle: AFP
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Hans Dieter Poetsch und Herbert Diess erläutern die Ergebnisse der Aufsichtsratsitzung.

Abgasskandal noch lange nicht ausgestanden

Diess löst an der Spitze des Wolfsburger Konzerns nach gerade zweieinhalb Jahren Matthias Müller ab. Dieser hatte den Autobauer nach dem Sturz seines Vorgängers Martin Winterkorn über den Dieselskandal im September 2015 aus der Krise geführt.

Nach eigener Einschätzung ist der Abgasskandal für Volkswagen noch lange nicht ausgestanden. Der Konzern habe durch die Dieselkrise "viel Vertrauen verloren" und es bleibe eine Aufgabe für die kommenden Jahre, dieses Vertrauen wieder herzustellen, sagte Diess. "Das wird eine lange Aufgabe und ein langer Weg sein."

Zugleich sprach sich der Konzernchef erneut gegen Hardware-Nachrüstungen aus, wie sie von Teilen der Politik gefordert werden. Diese seien "aufwendig" und machten "wenig Sinn". Es gebe effizientere und schnellere Maßnahmen, um die Luft in belasteten Städten zu verbessern.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. April 2018 um 12:00 Uhr.

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