VW in Wolfsburg | Bildquelle: dpa

Abgasskandal VW vor Einigung mit US-Behörden

Stand: 10.01.2017 20:58 Uhr

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte steht VW vor der entscheidenden Einigung mit der US-Justiz. Dem Vergleich, der eine Strafzahlung von mehr als vier Milliarden Euro vorsieht, müssen aber noch Konzernteile und US-Gerichte zustimmen.

Der Volkswagenkonzern steht vor der entscheidenden Einigung mit den zuständigen US-Behörden im Skandal um manipulierte Abgaswerte. Das Unternehmen bestätigte, einen konkreten Vergleichsentwurf mit dem US-Justizministerium und der US-Zollbehörde ausgehandelt zu haben.

Dieser Entwurf sehe Bußgeld- und Strafzahlungen in einer Gesamthöhe von rund 4,3 Milliarden Dollar (vier Milliarden Euro) vor. Er enthält nach Konzernangaben auch ein Schuldanerkenntnis in Bezug auf bestimmte US-Strafvorschriften sowie die Bestellung einer unabhängigen Aufsichtsperson für die nächsten drei Jahre.

Dem Vergleich müssen zunächst aber noch Vorstand und Aufsichtsrat von Volkswagen und weitere Organe des Konzerns zustimmen - zudem auch die zuständigen US-Gerichte.

VW hatte in den USA bereits einen zivilrechtlichen Vergleich mit Klägern und Behörden erzielt. Dieser sah unter anderem Rückkäufe von Autos, Entschädigungen und Reparaturen vor. VW kann dieser Vergleich mehr als 16 Milliarden Dollar kosten.

Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, weltweit in elf Millionen Dieselautos verschiedener Marken eine illegale Software eingebaut zu haben. Dadurch wurden bei Tests deutlich niedrigere Werte an gesundheitsschädlichen Stickoxiden angezeigt. Tatsächlich lag der Ausstoß aber bis zu 40 Mal so hoch wie erlaubt. Das US-Justizministerium hatte den Konzern daraufhin vor fast genau einem Jahr verklagt.

Thorsten Hapke, NDR, zur Einigung im VW Abgasskandal in den USA
tagesschau24, 11.01.2017

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 10. Januar 2017 um 22:15 Uhr.

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