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Gerichtsentscheidung VW muss sich Anlegerklagen in den USA stellen

Stand: 05.01.2017 04:34 Uhr

Vergeblich hatte VW gehofft, Klagen von US-Anlegern im Zusammenhang mit dem Abgasskandal nach Deutschland verlegen zu können. Ein amerikanisches Gericht entschied, dass die Fälle in Kalifornien verhandelt werden. Es geht vor allem um Forderungen der Pensionsfonds.

Volkswagen ist mit dem Versuch gescheitert, Klagen von US-Anlegern im Zusammenhang mit dem Abgasskandal nach Deutschland zu verlegen. Der US-Bezirksrichter Charles Breyer entschied, dass der Konzern und sein ehemaliger Vorstandschef Martin Winterkorn sich gegen die Vorwürfe in Kalifornien verteidigen müssten.

In dem US-Verfahren sind auch die Konzerntochter Audi sowie amtierende und ehemalige Manager wie VW-Markenchef Herbert Diess und Ex-USA-Chef Michael Horn angeklagt. Der Fall ist allerdings nur ein Nebenschauplatz der diversen US-Rechtsstreitigkeiten in der "Dieselgate"-Affäre um manipulierte Emissionswerte.

Pensionsfonds als Kläger

Bei den Klägern handelt es sich vor allem um amerikanische Pensionsfonds, die nicht direkt in VW-Aktien, sondern in sogenannte Aktien-Hinterlegungsscheine investiert hatten. Diese Wertpapiere stellen eine außerbörsliche Alternative zum Handel von ausländischen Unternehmen am US-Kapitalmarkt dar. Die Kläger wollen Entschädigung für die Kursverluste erstreiten, die sie durch den VW-Skandal erlitten haben. Das wollen auch viele Aktionäre, doch ihre Klagen - einschließlich der internationaler Anleger - werden in einem Sammelverfahren am Landgericht Braunschweig verhandelt.

VW hatte im September 2015 auf Druck der US-Umweltbehörden zugegeben, die Stickoxidwerte von Dieselautos durch eine spezielle Software manipuliert zu haben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Januar 2017 um 04:48 Uhr.

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