VW-Logo | Bildquelle: dpa

VW-Abgasaffäre US-Gericht verlängert Ultimatum

Stand: 24.03.2016 16:51 Uhr

Volkswagen bekommt Aufschub: In der Abgasaffäre hat der Konzern nun bis zum 21. April Zeit, um sich mit den US-Behörden auf einen Plan über Reparatur oder Rückkauf der 580.000 Dieselautos zu einigen. Das ursprüngliche Ultimatum des US-Bezirksgerichts ist ausgelaufen.

In der Abgasaffäre hat das US-Bezirksgericht in Kalifornien Volkswagen bis zum 21. April Aufschub gegeben. Wenn bis dahin zwischen VW, der US-Umweltbehörde EPA und dem amerikanischen Justizministerium keine Einigung erzielt sei, erwäge das Gericht im Sommer einen Prozess, sagte Richter Charles Breyer. Hunderte Zivilklagen sind anhängig.

In den bisherigen Gesprächen zwischen den Parteien seien substanzielle Fortschritte gemacht worden, begründete der Richter den Aufschub. Es gebe allerdings noch technische Probleme bei der Umsetzung einer Einigung. VW verhandelt seit Monaten mit der EPA darüber, wie die Manipulation von Abgaswerten bei Dieselautos wieder gutgemacht werden kann.

VW will Kompromiss

Gestern hatte Volkswagen eine Fristverlängerung beantragt und um einen Aufschub von 14 Tagen gebeten. Offenbar wolle der Konzern einen Kompromiss im Konflikt um die Bereitstellung elektronischer Daten finden. Das gehe aus einem Gerichtsdokument hervor, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

VW hatte auf Druck der EPA im September den Einbau einer illegalen Software zugegeben. Diese erkennt, ob ein Wagen auf dem Prüfstand steht und hält auch nur dann die Grenzwerte ein. Weltweit sind davon fast elf Millionen Fahrzeuge betroffen. Während der Rückruf in Europa anläuft, zieht sich eine Lösung in den USA hin.

Das US-Justizministerium verklagte Volkswagen wegen Verstößen gegen US-Umweltrecht auf bis zu 46 Milliarden Dollar. Bei einem außergerichtlichen Vergleich würde die Strafe vermutlich geringer ausfallen. Voraussetzung wäre ein Kompromiss mit der EPA.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 24. März 2016 um 17:30 Uhr.

Darstellung: