Verfahren in den USA VW will Aufschub bei "Dieselgate"-Ultimatum

Stand: 24.03.2016 12:33 Uhr

Wie soll bei 580.000 Fahrzeugen der Abgasausstoß auf die gesetzliche Menge begrenzt werden? Für die Beantwortung dieser Frage läuft für VW heute ein Ultimatum ab. Das Unternehmen beantragte eine Fristverlängerung.

Von Nicole Markwald, ARD-Studio Los Angeles

580.000 Fahrzeuge von Volkswagen sind in den USA von der Affäre um manipulierte Abgaswerte betroffen. Doch eine Lösung, wie der Abgasausstoß auf die gesetzlich zugelassene Menge begrenzt werden kann, liegt auch sechs Monate nach Bekanntwerden der manipulierten Werte nicht vor.

Heute verstreicht ein Ultimatum des Gerichts in San Francisco, das über 600 Klagen gegen den Autobauer in der Abgas-Affäre verhandelt.  Volkswagen hatte gestern eine Fristverlängerung beantragt und um einen Aufschub von 14 Tagen gebeten. Offenbar wolle der Konzern einen Kompromiss im Konflikt um die Bereitstellung elektronischer Daten finden. Das gehe aus einem Gerichtsdokument hervor, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Abgasaffäre: VW beantragt Fristverlängerung
N. Markwald, HR
24.03.2016 12:08 Uhr

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Strafen in Milliardenhöhe drohen

Das Gericht hatte Volkswagen aufgefordert, gemeinsam mit der US-Umweltbehörde EPA einen Plan auszuarbeiten, ob und wie sich die betroffenen Dieselfahrzeuge umrüsten lassen. Dem Autobauer drohen wegen Betrugs, Vertragsbruchs und Verstößen gegen Umweltgesetze Strafen in Milliardenhöhe.

Bei einem außergerichtlichen Vergleich würde die Strafe vermutlich geringer ausfallen. Dafür allerdings muss VW eine Einigung mit der US-Umweltbehörde erzielen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 24. März 2016 um 12:30 Uhr.

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