Eine US-Flagge spiegelt sich in einem VW-Logo. | Bildquelle: dpa

Abgas-Skandal VW zahlt erneut Millionenbetrag an USA

Stand: 30.03.2017 20:01 Uhr

Volkswagen hat sich im Abgasskandal in den USA auf einen weiteren Vergleich mit Klägern geeinigt. Der Konzern zahlt mehr als 157 Millionen Dollar, um die Klagen aus zehn Bundesstaaten beizulegen.

Von Jan Bösche, ARD-Studio Washington

Volkswagen ist einen Schritt weiter, den Diesel-Abgasskandal in den USA aufzuarbeiten: Der Konzern zahlt zehn US-Bundesstaaten insgesamt rund 157 Millionen Dollar, weil er gegen ihre Umweltgesetze verstoßen hat. Die Einigung war außergerichtlich zustande gekommen.

New York zum Beispiel erhält rund 32 Millionen Dollar. New Yorks Justizminister Eric Schneiderman sagte, das sei die höchste Strafe, die bisher für Luftverschmutzungen verhängt wurde. Sie mache klar, dass kein Unternehmen über dem Gesetz stehe.

Zahlung soll Rechtsstreit verhindern

Volkswagen teilte mit, die Einigung verhindere einen langwierigen und teuren Rechtsstreit. Man arbeite weiter daran, das Vertrauen von Kunden, Aufsichtsbehörden und der Öffentlichkeit zurückzugewinnen. Als die Bundesstaaten ihre Klage einreichten, hatten sie weit höhere Strafen von Volkswagen gefordert.

Volkswagen hat in den USA bislang insgesamt mehr als 23 Milliarden Dollar zugesagt, um Schäden wegen des Diesel-Abgas-Skandals auszugleichen. Dazu gehört auch eine Einigung mit 44 Bundesstaaten, die im vergangen Jahr getroffen wurde. Sie deckte aber nicht alle Forderungen der Staaten ab.

VW hatte im September 2015 eingeräumt, die Abgasanlagen von Hunderttausenden Diesel-Autos in den USA manipuliert zu haben. Die Software erkannte, wann die Autos auf einem Teststand betrieben wurden. Diese stießen dann weniger Schadstoffe aus.

Abgasskandal: VW einigt sich mit weiteren US-Bundesstaaten
Jan Bösche, ARD Washington
30.03.2017 19:16 Uhr

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