Volkswagen-Filiale in New York | Bildquelle: dpa

Auswirkungen des Abgas-Skandals VW-Absatz in USA bricht ein

Stand: 01.12.2015 21:01 Uhr

Knapp drei Monate nach dem Bekanntwerden des Abgas-Skandals bei Volkswagen zeigen sich in den USA die Folgen. Im November wurden knapp ein Viertel weniger Autos der VW-Kernmarke verkauft.

Zum ersten Mal, nachdem der Skandal um die manipulierten Abgaswerte bei Volkswagen bekannt wurde, bekommt der Konzern in den USA die Folgen finanziell zu spüren. Der Absatz des Autobauers ging um fast ein Viertel zurück.

Im November verkaufte VW von der eigenen Kernmarke in den USA nur noch 23.882 Autos - und damit 24,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Besonders schlecht lief das Geschäft mit den Modellen Passat und Jetta.

Noch im Oktober und September hatte der Konzern bei den Verkaufszahlen ein leichtes Plus einfahren können, allerdings waren die beiden Monate auch einen Tag länger als der November. VW hatte noch versucht, einem Absatzeinbruch vorzubeugen und mit einer Rabattoffensive Kunden zu locken.

Ratingagentur stuft VW ab

Anders lief es bei der VW-Tochter Audi. Zwar ist auch sie von dem Abgasskandal betroffen, verzeichnete aber im November mit 16.700 verkauften Autos im November einen leichten Absatzanstieg um 0,4 Prozent.

Die "getrübten Geschäftsaussichten" und der durch den Skandal verursachte Imageschaden von VW veranlassten die Ratingagentur Standard & Poor's dazu, die Kreditwürdigkeit des Autobauers erneut herabzustufen: von "A-" auf "BBB+". VW war schon einmal von allen drei großen Ratingagenturen Moody's, Fitch und S&P abgestuft worden. Damit könnte es für VW künftig teurer werden, sich frisches Geld zu besorgen.

Mehr als 300.000 Rückrufe in Indien

Unterdessen setzt sich die Rückrufwelle von Volkswagen-Autos auch in Indien fort. Der Konzern will hier rund 324.000 Wagen in die Werkstätten rufen. Die entsprechenden Pläne habe das Unternehmen der indischen Regierung vorgestellt, teilte VW mit. Indische Behörden hatten zuvor bereits Ermittlungen gegen VW eingeleitet.

Betroffen seien Fahrzeuge der eigenen VW-Kernmarke sowie von Skoda und Aufi, die mit dem Motor EA 189 ausgerüstet sind. Auch bei diesen Autos sei eine Software benutzt worden, um Abgaswerte beschönigen zu können.

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