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[Bildunterschrift: Josef Ackermann war 2009 der bestbezahlte Manager aller DAX-Konzerne. ]
Auch im Krisenjahr 2009 haben die Spitzenmanager der größten deutschen Unternehmen Millionen verdient. Im Durchschnitt kassierten die Vorstandsmitglieder der 30 DAX-Konzerne im vergangenen Jahr 2,37 Millionen Euro, wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) ermittelte. Diese Summe berücksichtigt die Grundgehälter sowie Bonuszahlungen und aktienbasierte Bestandteile der Vergütung. Top-Verdiener waren die Vorstandsmitglieder der Deutschen Bank, die im Schnitt 5,57 Millionen verdienten. Deutschlands größtes Geldinstitut hat auch den bestbezahlten Vorstandschef aller DAX-Konzerne unter Vertrag: Josef Ackermann verdiente 2009 insgesamt 9,55 Millionen Euro.
| Vorstandschef | Konzern | Gesamtvergütung |
|---|---|---|
| 1. Josef Ackermann | Deutsche Bank | 9,55 Mio. Euro |
| 2. Jürgen Großmann | RWE | 7,16 Mio. Euro |
| 3. Peter Löscher | Siemens | 7,12 Mio. Euro |
| 4. Léo Apotheker | SAP | 6,70 Mio. Euro |
| 5. Martin Winterkorn | Volkswagen | 6,60 Mio. Euro |
| 6. Wolfgang Reitzle | Linde | 6,22 Mio. Euro |
| 7. Michael Diekmann | Allianz | 4,82 Mio. Euro |
| 8. Wulf H. Bernotat | E.ON | 4,47 Mio. Euro |
| 9. Frank Appel | Deutsche Post | 4,44 Mio. Euro |
| 10. Dieter Zetsche | Daimler | 4,34 Mio. Euro |
Die großzügige Bezahlung bei der Deutschen Bank verzerrte nach DSW-Angaben sogar die Gesamtstatistik: Denn bei allen DAX-Konzernen zusammengenommen stiegen die Verdienste der Vorstände 2009 um 3,12 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Ohne die Deutsche Bank ergab sich für die restlichen 29 Konzerne jedoch durchschnittlich ein Rückgang der Vergütungen um 3,83 Prozent.
In der Rangliste der bestbezahlten Spitzenmanagern folgen hinter der Deutschen Bank auf dem zweiten Platz die Vorstandsmitglieder des Softwarekonzerns SAP. Sie verdienten 2009 im Schnitt 4,45 Millionen Euro. Die dritthöchsten Verdienste verzeichnete der Vorstand des Autokonzerns Volkswagen, deren Mitglieder 3,75 Millionen Euro verdienten. Vier DAX-Konzerne, nämlich die Commerzbank, Infineon, MAN und ThyssenKrupp zahlten dagegen ihren Spitzenmanagern im Schnitt weniger als eine Million Euro. Bei der Commerzbank sind die aufgrund der Staatshilfe für das Unternehmen zurzeit gedeckelt, weshalb die Vorstandsvergütungen die niedrigsten aller DAX-Konzerne waren.
Die DSW-Studie zeigt, dass 33,2 Prozent der Verdienste als festes Gehalt und 44,4 Prozent als variable Boni gezahlt werden. Die restlichen 22,4 Prozent setzen sich aus aktienkursbasierten Bestandteilen zusammen. "Bei den Boni dominieren leider immer noch die kurzfristigen Anreize", sagte Gunther Friedl, Mitautor der Studie. Er kritisierte, dass sich die Gewinneinbrüche der Unternehmen 2009 nicht in der Entwicklung der Bonuszahlungen widerspiegelten. So habe SAP die Boni um fast 80 Prozent erhöht, obwohl der Gewinn leicht gesunken sei.
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