Herbert Diess bei der Präsentation des VW Polo im Juni 2017 (Archivbild). | Bildquelle: REUTERS

Probleme am Sitzgurt VW ruft 400.000 Fahrzeuge zurück

Stand: 11.05.2018 19:06 Uhr

Volkswagen ruft aus Sicherheitsgründen Hunderttausende Autos der Modelle Polo und Seat in die Werkstätten. Auf das Problem am Gurtschloss aufmerksam wurde der Konzern durch den Test einer Autozeitschrift.

Wegen Problemen mit den Gurtschlössern ruft Volkswagen mehr als 400.000 Fahrzeuge zurück: Betroffen seien 220.000 Autos des Modells VW Polo aus dem aktuellen Jahr, bei Seat müssten 191.000 Wagen der Modelle Ibiza und Arona aus den Jahren 2017 und 2018 in die Werkstätten. Das teilte der Konzern am Freitag mit.

Bei schnellen Spurwechseln mit dem vollbesetzten Fahrzeug könnten zwei Gurtschlösser auf der Rücksitzbank übereinander gedrückt werden, hieß es - dabei könne das Schloss des linken hinteren Sitzes aufspringen. Der Konzern empfiehlt daher, den mittleren Sitz vorerst nicht zu nutzen.

Problem bei einem Test entdeckt

Der Hinweis auf das mögliche Sicherheitsrisiko stammt nach Angaben von VW aus einer finnischen Autozeitschrift, die über einen entsprechenden Test berichtet hatte. Man habe das Problem in einem eigenen Test nachstellen können, erklärte ein Sprecher: "Zwar ist uns außerhalb des Tests kein Fall bekannt, in dem es einen solchen Vorfall im realen Straßenverkehr gegeben hat. Dennoch hat für uns bei Volkswagen Sicherheit oberste Priorität".

In einer Mitteilung hieß es, Volkswagen habe "eine neue technische Lösung erarbeitet", die das Aufspringen der Gurtschlösser verhindere. Die Fahrzeughalter würden in Kürze informiert und könnten einen Werkstatttermin zur kostenlosen Nachrüstung vereinbaren.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 11. Mai 2018 um 18:15 Uhr.

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