VW - Autostadt Wolfsburg | Bildquelle: AFP

VW-Jahresbilanz 2016 Die Kernmarke schwächelt noch

Stand: 14.03.2017 11:34 Uhr

Eineinhalb Jahre nach Bekanntwerden des Volkswagen-Abgasskandals schwächelt die Kernmarke VW noch. Für gute Ergebnisse sorgen eher die Töchter Porsche und Seat. Die VW-Spitze sieht den Konzern trotzdem gut gerüstet für die Zukunft.

Der VW-Konzern hat die Jahresbilanz 2016 vorgelegt. Und die zeigt: Die Kernmarke VW ist eineinhalb Jahre nach Bekanntwerden des Abgasskandals noch nicht wieder voll in der Spur. Besser läuft es bei den Töchtern Porsche und Seat.

Der Umsatz mit VW-Autos schrumpfte 2016 leicht um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - auf 105,7 Milliarden Euro. Das Ergebnis ging um mehr als 11 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zurück.

VW-Werk in Wolfsburg | Bildquelle: dpa
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Das VW-Werk in Wolfsburg

Gesamtkonzern mit 5,1 Milliarden Euro Gewinn

Insgesamt aber fuhr der Volkswagen-Konzern mit seinen zwölf Marken trotz der Belastungen durch die Diesel-Affäre unter dem Strich einen Gewinn von 5,4 Milliarden Euro ein. Dabei glänzten Porsche und Seat mit einem deutlichen Gewinnplus.

Neben der Kernmarke VW schwächelte auch Audi. Die Oberklasse-Marke hatte ebenfalls Sonderkosten zu tragen, um Rechtstreitigkeiten in den USA beizulegen. Außerdem machen Audi der harten Wettbewerb und hohe Kosten für neue Technologien zu schaffen. Der Umsatz stieg 2016 zwar an, im Ergebnis sank aber der Gewinn.

Müller: gut gerüstet für die Zukunft

Konzernchef Matthias Müller sieht Volkswagen dennoch gut aufgestellt für die Zukunft: "Wir haben 2016 die Weichen gestellt für die größte Transformation in der Geschichte dieses Unternehmens", sagte er auf der Bilanzpräsentation in Wolfsburg. VW sei finanziell gerüstet, die Folgen der Dieselkrise zu tragen.

VW-Chef Matthias Müller | Bildquelle: AFP
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VW-Chef Matthias Müller bei der Präsentation der Jahresbilanz 2016

Mit einem Reformprogramm unter dem Titel "Zukunftspakt" will Volkswagen seine Kermarke wieder rentabler machen. Die Kosten sollen in den kommenden Jahren sinken und tausende Jobs gestrichen werden. Gleichzeitig will der Konzern massiv in die E-Mobilität investieren.

Bereits beschlossen wurde auch eine neue Vergütungsstruktur für Top-Manager: Ihre Gehälter werden künftig gedeckelt. Der Vorstandschef soll dann nicht mehr als zehn Millionen Euro pro Jahr verdienen.

Im Schatten der Abgasmanipulationen: Volkswagen legt Jahreszahlen vor
D. Banse, DLF
14.03.2017 13:51 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. März 2017 um 12:00 Uhr.

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