Feuerwerk am Königsufer in Dresden

Verkaufsstart für Feuerwerk Viel Geld für viel Feinstaub

Stand: 28.12.2017 17:43 Uhr

Für die Hersteller ist das Silvesterfeuerwerk ein Höhepunkt des Jahres. Verbraucher geben immerhin einen dreistelligen Millionenbetrag aus. Gleichzeitig entstehen durch Raketen, Knaller und Böller hierzulande rund 5000 Tonnen Feinstaub.

Der Verkauf von Böllern und Silvesterraketen für den bevorstehenden Jahreswechsel hat begonnen - auch dieses Jahr wird es die Produkte nur für drei Tage im Handel geben. Diese Tage entscheiden über den Löwenanteil des gesamten Jahresumsatzes. Die deutsche Feuerwerksbranche rechnet mit einem gleichbleibend hohen Silvesterumsatz von 137 Millionen Euro.

"Die Hoffnung ist, dass wir das hohe Niveau des Vorjahres wieder erreichen", sagte der Geschäftsführer des Verbands der Pyrotechnischen Industrie (VPI), Klaus Gotzen. Die Feuerwerksbranche erzielt bereits die Hälfte ihres Silvesterumsatzes mit sogenanntem Batteriefeuerwerk, das einmal angezündet wird und dann nacheinander Effekte abfeuert.

Feuerwerk über der Spanischen Treppe | Bildquelle: REUTERS
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Die Mischung bestimmt die Farbe: Strontium sorgt zum Beispiel dafür, dass die Raketen rot leuchten, Kupfer für eine Blaufärbung, Barium für Grüntöne und Calciumsalze erzeugen orange-gelbe Farbeindrücke.

Der Spendenaufruf unter dem Motto "Brot statt Böller" dürfte der pyrotechnischen Industrie ein Dorn im Auge sein. Aber auch dieses Jahr appelliert das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" zum Jahreswechsel wieder an die Spendenbereitschaft der Deutschen.

"'Brot statt Böller' ist eine Einladung an alle, denen Silvesterfeuerwerk eher Unbehagen bereitet, weil hier Millionen Euro im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert werden", erklärte die Präsidentin des Hilfswerkes, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Das Hilfswerk unterstützt Projekte in mehr als 90 Ländern.

Die Schattenseiten des bunten Treibens

Ein Feuerwerk mit lauten, bunten Böllern und Raketen gehört fest zu Silvester. Was schön am Himmel funkelt, kann aber auch schädlich sein. Denn durch Feuerwerk entsteht Feinstaub. In einer Silvesternacht sind das rund 5000 Tonnen, wie das Umweltbundesamt angibt. Das entspricht etwa 15 Prozent der jährlich im Straßenverkehr freigesetzten Feinstaubmenge. An Silvester ist die Luftbelastung somit häufig - vor allem in Städten - so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht.

Eine Messstation für Luftverschmutzung in Stuttgart | Bildquelle: dpa
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Eine Messstation für Luftverschmutzung: Winzige Feinstaubpartikel können die Atemwege reizen und auf Dauer die Lungenfunktion stören - besonders gefährlich für Asthmatiker.

Wachs statt Blei

Zum Silvester-Brauchtum gehört hierzulande auch das Bleigießen. Beim Erhitzen von Blei entstehen allerdings giftige Bleioxide, die über die Atemwege aufgenommen werden können. Beim Anfassen der Figuren gelangt Blei an die Hände und bei Kindern auch leicht in den Mund.

Das Schwermetall kann das Nervensystem, Hirn, Niere und Leber schädigen. Schon geringe Mengen können beim Nachwuchs die Intelligenz beeinträchtigen. Wer nicht ganz auf die Tradition verzichten will, sollte Wachs statt Blei benutzen, wie das Umweltbundesamt empfiehlt.

Finger weg von "Polenböllern"

In Deutschland müssen Feuerwerksprodukte von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, kurz BAM, oder einer vergleichbaren europäischen Behörde zugelassen sein. Die Fachleute des BAM - und auch der Zoll - warnen vor illegalem Feuerwerk, den sogenannten "Polenböllern". Die Auswirkungen dieser Knallkörper seien unberechenbar, darauf hatte die Bundesanstalt bereits Mitte des Monats hingewiesen.

In der brandenburgischen Grenzregion zu Polen steigt die sichergestellte Menge an Knallern, die nicht in Deutschland zugelassen sind, wie es vom Hauptzollamt Frankfurt (Oder) heißt.

Tipps für die richtige Benutzung von Feuerwerkskörpern
tagesschau 17:00 Uhr, 28.12.2017, Angela Wistuba, SWR

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Dezember 2017 um 09:55 Uhr.

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