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[Bildunterschrift: Zoff bei ver.di: Was die Gewerkschaft für ihre Mitglieder fordert, will sie den eigenen Beschäftigten verwehren. ]
Während die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bundesweit zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst mit der Forderung nach einem Gesamtpaket von fünf Prozent aufruft, gärt ein Konflikt im eignen Haus. Wie auch die Beschäftigten im öffentlichen Dienst fordern die ver.di-Angestellten Gehaltsverbesserungen von fünf Prozent.
Doch nachdem die Gewerkschaftsführung in der letzten Verhandlungsrunde lediglich eine Einmalzahlung von 150 Euro für das Jahr 2009 und ab 2010 eine Gehaltserhöhung von 1,5 Prozent angeboten hat, eskaliert nun der Streit in den eigenen Reihen. Im Rahmen von sogenannten Beschwerdetagen lassen die ver.di-Mitarbeiter Geschäftsstellen zeitweise unbesetzt.
Martin Lesch, Vorsitzender des Verbandes der Gewerkschaftsbeschäftigten kritisierte gegenüber dem ARD-Politmagazin Report München: "Man kann nicht ohne Glaubwürdigkeitsverluste vom öffentlichen Dienst fünf Prozent mehr verlangen und im eigenen Laden trotz sprudelnder Beitragseinnahmen nur den Großkopferten was geben."
Ver.di-Chef Frank Bsirske ist sichtlich bemüht, die Wogen zu glätten: "Wir sind in Verhandlungen", sagte er Report München. "Und wenn wir 1,5 Prozent im öffentlichen Dienst angeboten bekämen, wären wir schon einen erheblichen Schritt weiter." Auch ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Isolde Kunkel-Weber wiegelte ab: "Forderungen sind aus der Sicht desjenigen, der sie stellt, angemessen. Ob das ein Verhandlungsergebnis ist, wird sich zeigen." Die Verhandlungen sollen am 24. Februar fortgesetzt werden.
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