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[Bildunterschrift: Nuon-Chef Loseth (rechts) soll Nachfolger des Vattenfall-Vorstandsvorsitzenden Josefsson werden (Archivbild vom Februar 2008) ]
Der wegen mehrerer Pannen in seinen deutschen Atomkraftwerken in der Kritik stehende schwedische Energieriese Vattenfall bekommt einen neuen Chef. Oeystein Loeseth übernehme den Vorstandsvorsitz noch im ersten Halbjahr 2010, erklärte Aufsichtsratchef Lars Westerberg. Bis zur Übernahme der Leitung soll Loeseth als Vizechef bei dem schwedischen Staatskonzern arbeiten. Der 51-jährige Norweger ist derzeit Chef des niederländischen Energieversorgers Nuon, an dem Vattenfall einen Anteil von 49 Prozent hält. Er löst den bisherigen Vattenfall-Chef Lars Josefsson ab, dessen Vertrag 2010 ausläuft.
Josefsson war zuletzt heftig kritisiert worden, unter anderem wegen der Pannenserie in den deutschen Kraftwerken Krümmel und Brunsbüttel. Kritik gab es auch daran, dass der Konzern unter ihm die finanzielle Verantwortung für einen möglichen Atomunfall in Deutschland übernommen hatte. Damit habe Josefsson "die gesamte Gruppe in Gefahr gebracht", sagte Schwedens Energieministerin Maud Olofsson. Die Ministerin kritisierte zudem Überlegungen des Vattenfall-Chefs, das Stromnetz in Schweden zu verkaufen, um Investitionen in Großbritannien zu finanzieren.
[Bildunterschrift: Unter anderem die Pannenserie in Krümmel wird Josefsson angelastet. ]
Gleichzeitig mit der Berufung des neuen Chefs bekannte sich die schwedische Regierung zu den unter Josefsson abgeschlossenen Verträgen zur unbegrenzten Haftung. Es sei "nicht nur angemessen, sondern selbstverständlich", dass Vattenfall die volle Verantwortung für eigene Kernkraftanlagen trage, erklärte der zuständige Staatssekretär Ola Alterå und wandte sich damit gegen die Äußerungen der Ministerin.
Nach Angaben eines Konzernsprechers soll der bevorstehende Wechsel an der Spitze keinen Einfluss auf den geplanten Verkauf des deutschen Vattenfall-Stromnetzes haben. Der Verkauf des 9500 Kilometer langen Netzes war bereits angekündigt worden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters stimmte der Aufsichtsrat dem Vorhaben zu.
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