Ein Lastwagen fährt im amerikanischen Savanna an chinesischen Containern vorbei | Bildquelle: dpa

USA veröffentlichen Liste Neue Zoll-Drohung gegen China

Stand: 11.07.2018 02:53 Uhr

Die USA bereiten neue Zölle auf chinesische Produkte vor: Die Regierung legte eine Liste mit 6000 Waren vor, die mit einer Zehn-Prozent-Abgabe belegt werden sollen. Beschlossen ist der Schritt aber noch nicht.

Im Handelskonflikt mit China haben die USA eine weitere Liste mit möglichen Strafzöllen vorgelegt. Damit könnte sich der Konflikt erneut verschärfen.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer veröffentlichte ein Papier mit 6000 chinesischen Produkten, die von den USA mit Zöllen belegt werden sollen. Demnach ist ein Zollsatz von jeweils zehn Prozent auf Waren wie etwa Alarmanlagen und Makrelen vorgesehen. Ursprünglich waren auf der Liste vor allem Industrieprodukte vermerkt, um die Auswirkungen auf amerikanische Konsumenten klein zu halten. Nun finden sich auch Produkte wie Lampen oder Fischstäbchen in dem Papier. Insgesamt sollen Produkte im Gesamtwert von 200 Milliarden US-Dollar mit den Abgaben belegt werden. Lighthizers Büro arbeitet nach eigener Auskunft noch an der endgültigen Fassung.

Washington zündelt im Handelskrieg
Morgenmagazin, 11.07.2018, Kerstin Dausend, ARD Berlin

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Kritik von Republikaner

Die Öffentlichkeit kann Einwände zu den Plänen einreichen. Wie aus Regierungskreisen verlautete, soll eine endgültige Entscheidung erst nach dem 31. August fallen. Dann will US-Präsident Donald Trump entscheiden, ob er die Zölle verhängt.

Unter konservativen Kräften im US-Kongress werden Trumps Strafzölle teils kritisch gesehen. Der Vorsitzende des Finanzausschusses im Senat, der Republikaner Orrin Hatch, warnte, die Verhängung von Strafzöllen sei nicht die geeignete Strategie, um ein Druckmittel in den Verhandlungen mit China zu haben und zugleich den Wohlstand der amerikanischen Wirtschaft zu sichern.

Verschärfung im Handelsstreit droht

Experten hatten den Schritt erwartet, nachdem US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche erklärt hatte, sein Land könnte letztlich chinesische Produkte im Wert von 500 Milliarden Dollar im Jahr mit zusätzlichen Zöllen belegen. Das entspricht etwa dem Wert aller US-Importe aus China.

Seit Freitag erheben die USA Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 34 Milliarden Dollar - Peking reagierte mit Vergeltung in gleicher Höhe. Die Vereinigten Staaten werfen der Volksrepublik vor, ausbeuterische Praktiken zu verfolgen - etwa Cyberdiebstahl, um die Dominanz der Amerikaner auf dem High-Tech-Markt zu schwächen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier über schwierige Handelsbeziehungen
Morgenmagazin, 11.07.2018

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Juli 2018 um 06:00 Uhr in den Nachrichten.

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