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US-Mobilfunkfrequenzen Auktion bringt 20 Milliarden Dollar

Stand: 11.02.2017 05:01 Uhr

Milliardenbeträge hatten die Firmen beiseite gelegt, um die Preiserwartung von 86 Milliarden Dollar erfüllen zu können. Doch nun verlief die Auktion für neue US-Mobilfunkfrequenzen wesentlich günstiger. Insgesamt brachte die Versteigerung knapp 20 Milliarden Dollar.

Die Versteigerung von neuen Mobilfunkfrequenzen in den USA ist nach zehn Monaten vorbei. Der Hammer fiel bei Geboten von insgesamt 19,6 Milliarden Dollar, wie die US-Regulierungsbehörde mitteilte. Damit kamen die Telekomunternehmen wesentlich günstiger weg als gedacht. Zu Beginn der Auktion betrug die Preiserwartung 86 Milliarden Dollar. Entsprechend viel Geld mussten die Firmen beiseite legen.

Von den Auktionseinnahmen fließen nun mehr als sechs Milliarden Dollar dem Staat zu. Mehr als zehn Milliarden Dollar gehen an TV-Sender, die Funkspektrum abgetreten haben, und bis zu rund 1,8 Milliarden Dollar an andere Sender, bei denen Kosten wegen anstehender Kanalwechsel anfallen.

Eine Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte

Welche Firmen wie viel genau gezahlt haben, ist noch nicht bekannt. Endgültig abgeschlossen werden soll die Auktion bis April. 62 Unternehmen hatten sich mit Vorauszahlungen angemeldet, darunter die US-Marktführer AT&T und Verizon. Mit dem Wettbieten werden die Verhältnisse im Mobilfunk auf Jahrzehnte hin zementiert.

T-Mobile braucht zusätzliches Funkspektrum für mehr Kunden

Glimpflich dürfte das Wettbieten damit auch für T-Mobile US ausgegangen sein. Die US-Tochter der Deutschen Telekom hatte dafür zehn Milliarden Dollar auf die hohe Kante gelegt und sogar noch eine Milliarden-Finanzierung von der Bonner Zentrale bewilligt bekommen.

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T-Mobile in den USA hat großen Kundenzulauf und braucht deshalb mehr Funk-Kapazitäten.

T-Mobile US benötigt zusätzliches Funkspektrum, da die Kundenzahlen rasant wachsen. 2016 hatte es US-Chef John Legere zum dritten Mal in Folge geschafft, mehr als acht Millionen neue Nutzer zu gewinnen. Mit gut 71 Millionen Kunden überholte die Firma aus dem Bundesstaat Washington bereits den Rivalen Sprint und rangiert unter den US-Mobilfunkern auf Platz drei. Dank ihres Erfolgs entfallen mittlerweile etwa 40 Prozent der Telekom-Börsenkapitalisierung von etwa 75 Milliarden Euro auf das US-Geschäft.

Bisherige Versuche der Telekom-Spitze, ihren Anteil von zwei Drittel an T-Mobile US zu verkaufen, scheiterten am Veto der US-Regierung. Branchenexperten erwarten unter dem neuen Präsidenten Donald Trump jedoch einen deutlich übernahmefreundlicheren Kurs der Kartellbehörden. Als Interessenten werden der japanische Telekom-Milliardär und Sprint-Eigner Masayoshi Son und US-Kabelnetzbetreiber gehandelt.

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