Der Auspuff eines Autos

Studie des Umweltbundesamtes Aus für Diesel und Benziner bis 2050?

Stand: 12.08.2017 13:37 Uhr

Das Ziel ist klar, aber wohl unerreichbar: Bis 2050 will Deutschland seinen CO2-Ausstoß im Vergleich zu 1990 um 80 bis 95 Prozent verringern. Dafür dürften im Verkehr laut einer Studie des Umweltbundesamt so gut wie keine Treibhausgase mehr ausgestoßen werden.

Um die deutschen Klimaschutzziele zu erreichen, dürfen im Verkehr bis zum Jahr 2050 nach Ansicht des Umweltbundesamt so gut wie keine Treibhausgase mehr ausgestoßen werden. Dafür müssten Benzin, Diesel und andere fossile Kraftstoffe komplett durch Strom aus Erneuerbaren Energien ersetzt werden, heißt es in einer Studie, die das Amt heute vorstellt.

"Keine CO2-Reduzierung im Verkehr seit 1990"

Pkw, Lastwagen, Züge und andere Verkehrsmittel müssen demnach alle mit Elektromotoren unterwegs sein. Flugzeuge und Schiffe, bei denen das nicht möglich sei, sollen mit Kraftstoff betrieben werden, der aus Ökostrom hergestellt wird. "Der Verkehr ist der einzige Sektor, der seine Treibhausgasemissionen seit 1990 nicht mindern konnte", sagte Umweltbundesamt-Chefin Maria Krautzberger. "Um unsere Klimaziele auch mit einem wachsenden Güterverkehr zu erreichen, brauchen wir deutlich mehr Güter auf der Schiene und gleichzeitig ein Ende der fossilen Kraftstoffe auch beim Lkw-Verkehr."

Das Ziel der Bundesregierung ist es, den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen wie CO2 bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Demnächst will Umweltministerin Barbara Hendricks dazu den Klimaschutzplan 2050 präsentieren.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Juni 2016 um 12:00 Uhr

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