Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
[Bildunterschrift: UBS-Bankfiliale in Zürich ]
Die Schweizer Großbank UBS soll im Steuerstreit mit den Vereinigten Staaten 4450 Kundendaten mutmaßlicher Steuerbetrüger an die US-Behörden herausgeben. Ein entsprechendes Abkommen zwischen beiden Staaten wurde in Washington unterzeichnet und trat am selben Tag in Kraft.
Die USA übermitteln dafür ein neues Amtshilfegesuch an die Schweiz und verzichten auf die Durchsetzung der angedrohten Zivilklage, wie die beteiligten Schweizer Ministerien mitteilten. Die Schweiz hatte sich mit den USA nach monatelangen Verhandlungen vor einer Woche definitiv auf einen Vergleich geeinigt und damit einen Prozess abgewendet.
Die US-Steuerbehörde forderte in ihrer Zivilklage gegen die UBS ursprünglich die Herausgabe von 52.000 Kundendaten mutmaßlicher Steuerbetrüger, die rund 15 Milliarden Dollar am US-Fiskus vorbeigeschleust haben sollen. Bereits im vergangenen Februar hatte die UBS angesichts einer drohenden Anklage 255 Kundendossiers ausgehändigt, ohne den Abschluss des Amtshilfeverfahrens abzuwarten. Zudem zahlte der größte Vermögensverwalter der Welt in einem Vergleich mit dem US-Justizministerium 780 Millionen Dollar Buße.
Die Auseinandersetzung ist auch deshalb so brisant, weil sie das Schweizer Bankgeheimnis ins Wanken bringt. Es verhindert unter anderem, dass in vielen Fällen von Steuerhinterziehung Amtshilfe geleistet wird.
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW