Der Fahrdienstvermittler Uber | Bildquelle: AP

Fahrtenvermittler Uber fährt Milliardenverlust ein

Stand: 15.04.2017 05:04 Uhr

Der Fahrdienstvermittler Uber hat im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von 2,6 Milliarden Euro eingefahren. Der Umsatz betrug 6,1 Milliarden Euro, teilte das US-Unternehmen mit. Uber sieht sich dennoch weiter auf Erfolgskurs, erklärte eine Sprecherin.

Trotz steigender Aktivitäten hat der Fahrdienstvermittler Uber im vergangenen Jahr umgerechnet 2,6 Milliarden Euro Verlust eingefahren. Das US-Unternehmen bestätigte einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Uber ist nicht an der Börse notiert und daher nicht zur regelmäßigen Bekanntgabe seiner Unternehmenszahlen verpflichtet. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 6,1 Milliarden Euro.

Auf Expansionskurs

Uber erklärte, das Unternehmen sei gesund und auf Expansionskurs. Die gebe den nötigen Spielraum für Veränderungen an der Unternehmensspitze sowie für einen Wandel "unserer Kultur, unserer Organisation und den Beziehungen zu unseren Fahrern", erklärte die Verantwortliche für Nordamerika bei Uber, Rachel Holt.

Die Firma war in den vergangenen Monaten wegen verschiedener Affären in die Kritik geraten. Sie reichten von sexuellen Übergriffen durch Fahrer über Rücktritte mehrerer Führungskräfte bis hin zur Veröffentlichung eines Videos, das einen Streit zwischen Firmenchef Travis Kalanick und einem Fahrer zeigt. Zudem gibt es Patentstreitigkeiten mit der Google-Mutter Alphabet. Derzeit sucht die Firma einen Co-Chef, der Kalanick unterstützen soll.

Zuletzt war bekannt geworden, dass Ex-"Bild"-Chefredakteur Kai Dieckmann Berater des amerikanischen Transportdienstes wird. Der 52-Jährige soll Mitglied des "Public policy advisory board" werden und als Ratgeber in politischen Fragen zum Einsatz kommen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. April 2017 um 15:35 Uhr.

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