Das Braunkohlekraftwerk der Vattenfall Europe Generation in Boxberg (Sachsen) | Bildquelle: dapd

Anstieg um 1,6 Prozent Deutschland bläst wieder mehr Treibhausgase in die Luft

Stand: 25.02.2013 14:38 Uhr

In Deutschland sind 2012 mehr klimaschädliche Treibhausgase in die Atmosphäre geblasen worden als im Vorjahr. Wie das Umweltbundesamt nach vorläufigen Berechnungen mitteilte, stieg der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) und anderen Gasen um 1,6 Prozent gegenüber 2011.

In absoluten Zahlen ausgedrückt wurden 2012 aus Deutschland insgesamt rund 931 Millionen Tonnen ausgestoßen, 14 Millionen Tonnen mehr als 2011.

Grund für den Anstieg sei ein kälterer Winter, wodurch mehr Erdgas zum Heizen eingesetzt wurde. Zudem liefen Kohlekraftwerke mit relativ hohem CO2-Ausstoß länger, erklärte das Bundesamt.

CO-2-Ausstoß 2012 gestiegen
C. Blanke, DLF
25.02.2013 18:07 Uhr

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"Ausreißer in bisher positiver Entwicklung"

"Diese Entwicklung darf nicht zu einer Tendenz werden", sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier und sprach von einem "Ausreißer in einer bisher positiven Entwicklung". Der CDU-Politiker ergänzte, preiswerte Kohle dränge infolge der Ausweitung der Gasförderung in den USA (Fracking) auf die Weltmärkte. Man müsse aufpassen, dass Kohle nicht die klimafreundlichere Energiegewinnung in Gaskraftwerken verdränge

Der Präsident des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, sagte, trotzdem seien die Klimaschutzvorgaben des Kyoto-Protokolls klar übertroffen worden. Im Vergleich zu 1990 seien 25,5 Prozent weniger Treibhausgase in Deutschland ausgestoßen worden. Zugesagt hatte Deutschland ein Minus von 21 Prozent.

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