Die Gouverneurin des US-Bundesstaates, Kay Ivey, mit Akio Toyoda, Vorsitzender der Toyota Motor Corporation, und Masamichi Kogai, Vorsitzender und CEO der Mazda Motor Corporation. | Bildquelle: AP

Milliardeninvestion Toyota und Mazda bauen US-Werk

Stand: 11.01.2018 09:09 Uhr

Toyota und Mazda wollen in den USA ein Werk mit bis zu 4000 Arbeitsplätzen schaffen. Die japanischen Autobauer investieren rund 1,6 Milliarden Dollar in einen neuen Standort in Huntsville, Alabama - zur Freude von US-Präsident Trump, der den Industriestandort USA stärken will.

Von Martin Ganslmeier, ARD-Studio Washington

US-Präsident Donald Trump reagierte begeistert: "Großartige Nachrichten" twitterte er. "Toyota und Mazda bringen 4000 Jobs nach Alabama und investieren 1,6 Milliarden Dollar." Die von ihm durchgesetzten Steuerkürzungen und Deregulierungen, so Trump, machten Amerika zu einem attraktiven Standort für Investitionen.

Wenige Stunden zuvor hatten die beiden japanischen Autokonzerne bekannt gegeben, dass sie gemeinsam ein neues Autowerk in der Stadt Huntsville im Norden Alabamas bauen werden.

Schon in drei Jahren sollen dort rund 300.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band laufen - und zwar der neue Toyota Corolla sowie ein kleiner SUV von Mazda. Im Gegenzug hat der Bundesstaat Alabama den Autoherstellern finanzielle Anreize und Steuervergünstigungen von umgerechnet 320 Millionen Euro versprochen.

Autobranche in den Südstaaten wächst

Damit gewinnen die Südstaaten weiter an Bedeutung für die Autobranche. Auch Daimler hat ein Autowerk in Alabama. Das befindet sich in der Universitätsstadt Tuscaloosa. Volkswagen produziert in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee. Und BMW in Spartanburg im Bundesstaat South Carolina. Im Unterschied zu den traditionellen Autostandorten rund um Detroit locken die Südstaaten mit günstigeren Produktionskosten und einem deutlich geringeren Einfluss der Gewerkschaften.

Die Gouverneurin des US-Bundesstaates, Kay Ivey, mit Akio Toyoda, Vorsitzender der Toyota Motor Corporation, und Masamichi Kogai, Vorsitzender und CEO der Mazda Motor Corporation. | Bildquelle: AP
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Die Gouverneurin des US-Bundesstaates, Kay Ivey, mit Akio Toyoda, Vorsitzender der Toyota Motor Corp., und Masamichi Kogai, Vorsitzender der Mazda Motor Corp.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 11. Januar 2018 um 09:45 Uhr.

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