Toyota ruft mehr als sieben Millionen Autos zurück

Brandgefahr bei elektrischen Fensterhebern

Toyota ruft mehr als sieben Millionen Autos zurück

Toyota Yaris
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Toyota Yaris

Der japanische Autobauer Toyota ruft weltweit mehr als sieben Millionen Fahrzeuge zurück. Betroffen seien 7,43 Millionen Autos, darunter die beliebten Modelle Corolla und Camry, da bei ihnen Brandgefahr durch einen elektrischen Fensterheber bestehe, teilte das Unternehmen mit.

Laut Toyota Deutschland müssen hierzulande rund 136.000 Fahrzeuge der Typen Yaris, Auris und RAV4 in die Werkstätten. Die Fensterheberschalter auf der Fahrerseite müssten überprüft und gegebenenfalls kostenfrei ausgetauscht werden.

Falsche Dosierung von Schmiermittel

Toyota Deutschland erklärte, dass es durch eine nicht ordnungsgemäße Dosierung von Schmiermittel zu einem Verschleiß der Fensterheberschalter kommen könnte. Die Schalter funktionierten dann nur noch schwergängig oder in Einzelfällen auch gar nicht mehr. Betroffen seien "möglicherweise" Fahrzeuge aus den Baujahren 09/2006 bis 12/2008. Es soll Brandgefahr bestehen. Die Halter sollen schriftlich darüber informiert werden, sich mit ihrem Händler in Verbindung zu setzen.

Klemmende Gaspedale und rutschende Fußmatten

Toyota hatte in den vergangenen Jahren weltweit schon mehrere Millionen Fahrzeuge wegen technischer Probleme und Sicherheitsmängeln zurückrufen müssen. 2010 musste der Konzern bei seinem schwersten Fall mehr als acht Millionen Autos wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten in die Werkstätten rufen. Hinzu kamen 1,5 Millionen Wagen, bei denen die Bremsen wegen austretender Bremsflüssigkeiten versagen konnten. Die Rückrufaktionen schädigten den Ruf des größten japanischen Autobauers.

Toyota ruft über 7 Millionen Autos in die Werkstätten
M. Fritz, ARD Tokio
10.10.2012 11:06 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Oktober um 10:00 Uhr

Stand: 10.10.2012 09:22 Uhr

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