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Der japanische Autokonzern Toyota startet auch für sein Vorzeigemodell Prius eine weltweite Rückrufaktion. Die Hybrid-Modelle müssten wegen Problemen an den Bremsen in die Werkstätten, teilte das Unternehmen mit. Toyota hatte zahlreiche Beschwerden erhalten, weil zwischen dem Treten des Bremspedals und der eigentlichen Bremsung Verzögerung aufgetreten waren.
Nach Angaben von Toyota wurden weltweit rund 400.000 Autos verkauft, bei denen Probleme mit den Bremsen auftreten könnten. Betroffen seien die neuesten Baureihen des Prius und des Lexus HS250H, bei denen die Software für das Bremssystem ABS überarbeitet werden müsse, teilte der weltgrößte Autobauer auf einer Pressekonferenz mit. Von der dritten Generation des Prius sollen zunächst weltweit rund 133.000 Fahrzeuge in die Werkstätten beordert werden, davon 52.903 in Europa und etwa 4000 in Deutschland. Beim Lexus sind nach Konzernangaben 14.550 Autos betroffen. Die Behebung der Fehler werde pro Fahrzeug rund 40 Minuten dauern.
Von der Rückrufaktion seien neben dem Prius, dem SAI und dem Lexus HS250H keine weiteren Modelle betroffen. Von den früheren Versionen des Modells Camry von 2010 sollten aber schätzungsweise 7300 Autos untersucht werden. Das japanische Verkehrsministerium hatte zuvor mitgeteilt, der Verkauf der betroffenen Baureihen des Prius und Lexus solle in Japan so lange gestoppt werden, bis die Probleme behoben seien. Dies werde voraussichtlich bis Ende Februar oder Anfang März dauern.
Der Prius gilt als das weltweit bekannteste Hybrid-Auto und war 2009 der meist verkaufte Wagen in Japan. Angesichts des Trends zu spritsparenden Pkw ist das Modell wohl das wichtigste Fahrzeug des Konzerns, da es Toyota den Ruf als Vorreiter in Sachen Klimaschutz eingebracht hat.
Toyota hatte jüngst wegen klemmender Gaspedale weltweit bereits mehr als sieben Millionen Autos verschiedenster Modelle zurückgerufen. Toyota Deutschland verzeichnet wegen der Qualitätsprobleme inzwischen einen massiven Absatzrückgang.
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