Werkzeug in Toyota-Werkstatt | Bildquelle: REUTERS

Airbag-Probleme Toyota ruft Millionen Autos in Werkstätten

Stand: 30.03.2017 09:43 Uhr

Airbag-Probleme zwingen erneut einen Autohersteller zu einem großen Rückruf: Der japanische Anbieter Toyota beorderte fast drei Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. Dort sollen die defekten Takata-Airbags repariert werden.

Der japanische Autohersteller Toyota ruft wegen Airbag-Problemen etwa 2,9 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Betroffen sind mehrere Modelle, darunter der Corolla Axio und RAV4-SUVs. Die Autos sind in Japan, China, Europa und anderen Regionen unterwegs, wie das Unternehmen mitteilte.

Grund für den Rückruf sind erneute Probleme mit Airbags des japanischen Zulieferers Takata. Es könne zu Fehlfunktionen bei Hitze und feuchter Luft kommen, teilte Toyota mit. Es bestehe die Gefahr, dass der Airbag-Inflator aufgehe. Laut Toyota umfasst der Rückruf diesmal keine Modelle, die in den USA verkauft wurden. Dort hatte es schon zuvor Airbag-Rückrufe gegeben.

Bereits 16 Todesfälle

Die mangelhaften Takata-Airbags sind seit Jahren berüchtigt in der Branche. Auch deutsche Autobauer hatten bereits Probleme. Bei einigen Takata-Airbags gab es das Risiko, dass sie zu kräftig auslösen und dabei Teile der Verkleidung durch das Innere des Fahrzeugs umhergeschleudert werden. Der Defekt wird weltweit mit mindestens 16 Todesfällen und zahlreichen zum Teil schweren Verletzungen in Zusammenhang gebracht - die meisten in den USA. Weltweit haben Autohersteller bereits mehr als 100 Millionen Autos zurückgerufen, um die fehlerhaften Airbags auszutauschen.

Von Toyotas jüngstem Rückruf sind 750.000 Autos in Japan betroffen. 650.000 Autos entfallen auf China, 350.000 auf Europa. 1,16 Millionen Autos sind in anderen Ländern, unter anderem in Südamerika betroffen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 30. März 2017 um 10:00 Uhr.

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