Probleme mit Airbags Toyota ruft weitere Autos zurück

Stand: 11.06.2014 09:34 Uhr

Toyota Yaris (Bildquelle: REUTERS)
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Der Yaris gehört zu den zurückgerufenen Modellen.

Der weltgrößte Autobauer Toyota weitet einen im vergangenen Jahr gestarteten Rückruf wegen defekter Airbags aus. Der japanische Konzern meldete dem Verkehrsministerium, dass zusätzlich rund 648.000 Autos in die Werkstätten geholt würden. Betroffen seien 20 Modelle, darunter der Corolla und der Yaris. In einem Fall sei ein Brand im Wageninneren in Folge des Defekts gemeldet worden.

Durch einen Defekt am Airbag-Behälter könne es zum Brand oder Verletzungen kommen. Ein Kunde in Japan habe sich beschwert, weil der Beifahrersitz seines Fahrzeugs teilweise in Brand geraten sei, teilte ein Unternehmenssprecher in Japan mit. Bislang sei es wegen des Problems aber nicht zu ernsthaften Verletzungen oder Unfällen gekommen.

Mehrere Hersteller betroffen

Wegen eines Produktionsfehlers bei den Airbags des gemeinsamen Lieferanten Takata mussten Japans Autobauer im vergangenen Jahr mehr als 3,5 Millionen Wagen zurückrufen. Am stärksten betroffen waren Toyota, Honda und Nissan.

Damit rief Toyota in den vergangenen zwei Monaten insgesamt mehr als neun Millionen Autos zurück. Erst im April hatte der Konzern 6,39 Millionen Autos wegen einer Reihe von technischen Problemen in die Werkstätten zurückbeordert.

Immer wieder Rückrufe bei Toyota

Zwischen 2009 und 2011 hatte Toyota rund zwölf Millionen Autos weltweit zurückgerufen, nachdem Probleme mit klemmenden Gaspedalen mehrere tödliche Unfällen verursacht hatten. Toyota erklärte damals, dass sich rutschende Fußmatten mit den Pedalen verhaken könnten und der Fehler behoben sei. Dabei verschwieg der Autobauer der Öffentlichkeit und den Behörden aber, dass auch bei den Gaspedalen selbst ein Produktionsfehler festgestellt wurde.

Erst nach und nach räumte er das ganze Ausmaß der Probleme ein. Im Februar einigte sich Toyota mit der US-Justiz auf die Zahlung von 1,2 Milliarden Dollar (860 Millionen Euro), um einem Strafverfahren zu entgehen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Juni 2014 um 09:30 Uhr.

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