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Zum Preis von 471 Millionen Euro
TAG kauft knapp 12.000 Ex-Treuhand-Wohnungen
Die knapp 12.000 Wohnungen der bundeseigenen Immobiliengesellschaft TLG gehen an den Hamburger Wohnungskonzern TAG. Der Kaufpreis liege bei 471 Millionen Euro inklusive Schulden, teilte TAG mit. Darin seien Verbindlichkeiten der TLG in Höhe von rund 256 Millionen Euro enthalten. Es seien umfangreiche Regelungen zum Schutz der Mieter vereinbart worden.
Für die Transaktion will TAG bis zu 30 Millionen neue Aktien ausgeben. Das könnte TAG in etwa 240 Millionen Euro einbringen.
Der Bund will die TLG Immobilien bis Jahresende privatisieren. Wer den Zuschlag für das Gewerbeimmobilien-Portfolio bekommt, blieb zunächst unklar.
Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte, mit TAG habe der Bund für die Wohnungen einen Investor gefunden, "für den die Bestandsbewirtschaftung im Vordergrund steht und der sich zu einer weiterhin soliden Entwicklung der TLG Wohnen verpflichtet hat."
Mieterbund befürchtet steigende Mieten
Der Deutsche Mieterbund kritisierte den Verkauf: "Angesichts der aktuellen Mietpreisentwicklung muss die Bundesregierung alles unternehmen, um preiswerte Wohnungsbestände zu sichern. Sie macht das Gegenteil", erklärte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten. Preissteigerungen für die Miethaushalte seien jetzt vorprogrammiert.
Für die auf Ostdeutschland spezialisierte frühere Treuhand-Tochter hatten mehrere Immobilien- und Finanzinvestoren mitgeboten. Auf Interesse waren vor allem die TLG-Wohnungen in Berlin, Dresden und Rostock gestoßen. Neben finanzstarken Geldgebern hatte sich auch die Linkspartei über eine Genossenschaft an dem Bieterwettbewerb beteiligt.
Die TLG war 1991 als Treuhand Liegenschaftsgesellschaft gegründet worden, um Grundstücke von DDR-Betrieben zu vermarkten.
Stand: 19.11.2012 14:05 Uhr
