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[Bildunterschrift: Hans Tietmeyer will nicht mehr Chef des Expertengremiums werden. ]
Der frühere Bundesbank-Präsident Hans Tietmeyer verzichtet auf den ihm von Bundeskanzlerin Angela Merkel angebotenen Vorsitz einer Expertengruppe zur Finanzkrise. Grund sind Kontroversen um seine Person.
Die Bundesregierung will jetzt bis zum Wochenende klären, wer die Gruppe leiten soll. Das sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Entscheidung über den Rückzug Tietmeyers sei im Kanzleramt "mit Respekt" aufgenommen worden.
Die SPD hatte die Ernennung Tietmeyers, der Aufsichtsrat des angeschlagenen DAX-Konzerns Hypo Real Estate ist, zuvor heftig abgelehnt. "Mit uns ist darüber nicht gesprochen worden", sagte Fraktionsvize Joachim Poß der "Frankfurter Rundschau": "Der Mann wäre die klassische Fehlbesetzung". Offenbar hätten die privaten Banken ihren Einfluss im Kanzleramt geltend gemacht, "damit irgendein Bremser und Weichspüler eingesetzt wird". Mit Tietmeyer werde "der Bock zum Gärtner" gemacht.
Merkel hatte im Bundestag angekündigt, dass die Expertengruppe in Vorbereitung internationaler Konferenzen Vorschläge für weltweite Finanzmarktregeln ausarbeiten solle. Tietmeyer verfüge über "erhebliche Erfahrungen", sagte sie und hob seine Rolle bei der Verhandlung der Baseler Eigenkapitalrichtlinien ("Basel II") hervor. Ihr Vorschlag hatte im Bundestag vor allem in den Reihen der Partei "Die Linke" für Gelächter gesorgt.
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