Verdacht auf unsaubere Geschäftspraktiken bei ThyssenKrupp

Verdacht gegen Stahlkonzern

Dubiose Zahlungen bei ThyssenKrupp

Der Industriekonzern ThyssenKrupp kämpft im eigenen Haus erneut mit zweifelhaften Geschäftspraktiken. Mitarbeiter des Tochterfirma GfT Bautechnik sollen Geschäfte mit dubiosen Zahlungen angeschoben haben. Entsprechende Berichte des "Handelsblatts" und der "WAZ"-Mediengruppe bestätigte das Unternehmen.

Stahlarbeiter von ThyssenKrupp (Bildquelle: dpa)
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Offenbar floss Geld - nur wofür?

Durch anonyme Hinweise sei das Unternehmen 2010 auf mögliche Verstöße aufmerksam gemacht worden. Dabei wurden im Zuge der internen Ermittlungen Unregelmäßigkeiten im Vertriebsgebiet Osteuropa festgestellt. Der Konzern habe die Mitarbeiter entlassen und die zuständigen Behörden informiert.

"ThyssenKrupp sieht sich selbst als geschädigt und hat bereits Schadensersatzansprüche gerichtlich geltend gemacht", erklärte das Unternehmen in einer Stellungnahme. Gegen die Beteiligten laufe ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren.

Dritter Skandal innerhalb kurzer Zeit

Einer der gekündigten Manager wies laut "Handelsblatt" die Anschuldigungen zurück und klagt gegen seine Entlassung. Nach dem Aufdecken eines Kartells auf dem Schienenmarkt und der öffentlichen Diskussion um luxuriöse Pressereisen hat ThyssenKrupp damit den nächsten Fall von unsauberer Geschäftsführung am Hals.

Nach Informationen des Blatts summieren sich die unklaren Zahlungen auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Die Summe setze sich zusammen aus Scheinrechnungen und Provisionen unter anderem bei Geschäften in Kasachstan, Usbekistan und China. Hierfür habe es keine erkennbaren Gegenleistungen gegeben.

Stand: 30.11.2012 13:54 Uhr

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