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Die Tokyo Electric Power Company (Tepco) ist der größte Energieproduzent Japans und gehört zu den größten weltweit. Tepcos Spitzenleistung von 64,3 Gigawatt aus dem Jahre 2001 entspricht fast der gesamten deutschen Spitzenproduktion. Das Unternehmen hat 28,6 Millionen Kunden.
[Bildunterschrift: TEPCO ]
Der erste explodierte Block in Fukushima I (Daiichi) war Tepcos ältester Atomreaktor von mit 460 Megawatt. Er wurde am 26. März 1971 in Betrieb genommen und hat damit ziemlich genau 40 Jahre durchgehalten. Die anderen Reaktorblöcke von Tepco sind konzentriert in Fukushima I und im nahen Fukushima II (Daini) an der Ostküste sowie in Kashiwazaki-Kariwa an der Westküste Japans, einige hundert Kilometer nördlich von Tokio.
Das Unternehmen befand sich bereits vor dem Jahrhundert-Beben und dem Tsunami in einer schwierigen Situation, denn schon im Juli 2007 ereignete sich ein Erdbeben, das zur Schließung des größten Atomkraftwerkes von Tepco in Kashiwazaki-Kariwa führte. Alle sieben Reaktorblöcke mit 8200 Megawatt standen seitdem still. Das führte bereits zu einem erheblichen Umsatzausfall und Verlusten bei Tepco.
Die Firma wurde 1951 gegründet und beschäftigt heute rund 38.000 Mitarbeiter. Ihr Umsatz betrug rund 5000 Milliarden Yen (umgerechnet 44 Milliarden Euro). Neben den AKW betreibt Tepco thermische Kraftwerke (Kohle und Flüssiggas) mit 38.189 Megawatt, vor allem in der Bucht von Tokio, und 160 kleinere Wasserkraftwerke in den Bergen nördlich von Tokio (8987 Megawatt). Die gesamte installierte Kraftwerksleistung beträgt 64.487 Megawatt. Die Atomkraftwerke haben dabei eine Kapazität von 17.308 Megawatt.
In der Vergangenheit machte das Unternehmen mehrfach negative Schlagzeilen durch falsche oder zögerliche Informationspolitik bei Störfällen und Routineinspektionen. 2002 mussten der Präsident des Unternehmens und vier weitere leitende Manager zurücktreten, weil jahrelang Sicherheitsprotokolle gefälscht worden waren. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, 29 Reparaturberichte gefälscht zu haben. Fünf Reaktorblöcke mussten zeitweilig abgeschaltet werden - darunter auch Fukushima I.
Vier Jahre später geriet Tepco erneut wegen Fukushima I in Erklärungsnot. Damals ordnete die Regierung eine Nachprüfung der Kühlwassertemperatur-Berichte aus den Jahren 1985 und 1988 an. Gefälschte Angaben sollen auch den Inspektoren bei den regelmäßigen Kontrollen vorgelegt worden sein. 2007 sprach der Energieversorger selbst von weiteren gefälschten Daten - bei diesen beiden Vorfällen wurden jedoch keine Kraftwerksabschaltungen angeordnet.
[Bildunterschrift: Die Störfälle des Atomkraftwerk Fukushima 1 (Stand 16. März 2011) ]Um den CO2-Ausstoß zu vermindern, wollte Tepco laut Geschäftsplan den Atomstromanteil noch steigern: Von rund 28 Prozent im Jahre 2009 sollte dieser Anteil bis 2019 verdoppelt werden. Der Flüssiggasanteil sollte von 45 Prozent bis dahin etwa halbiert werden. Der Kohle-Anteil sollte leicht wachsen. Erneuerbare Energien wie Wind oder Solarkraft sollten weiterhin nicht verwendet werden. Nur die Wasserkraftwerke sollten statt rund fünf Prozent dann etwa zehn Prozent Strom liefern.
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