Fahnen vor Filiale von Kaiser's Tengelmann in Viersen | Bildquelle: dpa

Zerschlagung von Kaiser's Tengelmann Der Ausverkauf hat begonnen

Stand: 17.10.2016 15:17 Uhr

Zwei Jahre wurde um die Zukunft von Kaiser's Tengelmann gerungen. Nun hat der Eigentümer der defizitären Supermarktkette mit dem Verkauf der rund 100 Filialen in Nordrhein-Westfalen begonnen. Interessenten können ihre Gebote ab sofort abgeben.

Die Zerschlagung der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann hat begonnen: Die ersten Listen mit zum Verkauf stehenden Filialen in Nordrhein-Westfalen seien verschickt worden, sagte eine Unternehmenssprecherin. Noch im Laufe des Tages sollten potenzielle Käufer aufgefordert werden, ihr Interesse zu bekunden. Die "Verwertungsphase" für die Filialen in Bayern und Berlin solle später beginnen.

Zugleich wolle er weiter daran arbeiten, den ursprünglich geplanten Verkauf an Edeka doch noch möglich zu machen, sagte Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub. Kanzlerin Angela Merkel forderte weitere Gespräche der beteiligten Unternehmen, um im Sinne der betroffenen Arbeitnehmer eine Lösung zu finden.

Zerschlagung von Tengelmann beginnt
tagesschau 20:00 Uhr, 17.10.2016, Isabel Schayani, WDR

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107 Geschäfte in NRW

Tengelmann betreibt nach eigenen Angaben in NRW noch 107 Geschäfte mit rund 3500 Mitarbeitern. Viele der Filialen dort gelten als unattraktiv. "Ich wäre froh, wenn wir für 30 bis 40 Filialen Supermarktbetreiber finden könnten", hatte Haub kürzlich der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" gesagt. Im Großraum Berlin gibt es 124 Filialen, in München und Oberbayern 187. Insgesamt kommt das Unternehmen mit Fleischwerken, Logistik und Verwaltung auf rund 15.000 Mitarbeiter. Durch die Zerschlagung sind laut Haub 8000 Jobs gefährdet.

Interesse an Kaiser's-Tengelmann-Filialen hatten unter anderem Rewe, Norma und Edeka angemeldet. Auch der Handelsverband Markant will sich einen Teil sichern: Markant bestätige ein "hohes Interesse an einer Übernahme von Filialen durch Handelspartner", erklärte ein Sprecher. Insidern zufolge hat auch die Signa Holding von Karstadt-Eigner Rene Benko ihre Fühler nach Teilen der Kette ausgestreckt.

Verluste seit fast zwei Jahrzehnten

Das Bundeskartellamt hatte einen Komplettverkauf der Supermarktkette an Edeka untersagt. Gegen eine Verfügung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, die den Deal unter Auflagen doch noch möglich gemacht hätte, hatten die Konkurrenten Rewe, Markant und Norma erfolgreich geklagt. Verhandlungen der beteiligten Firmen waren in den vergangenen Wochen gescheitert, so dass jetzt wohl nur noch die Zerschlagung bleibt. Eine Einigung ist theoretisch noch bis zu dem Zeitpunkt möglich, an dem die erste Filiale verkauft ist. Kaiser's Tengelmann häuft seit 17 Jahren Verluste an.

Thomas Roeb, Wirtschaftswissenschaftler, zu Kaiser´s Tengelmann
Morgenmagazin, 17.10.2016

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 17. Oktober 2016 um 11:30.

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