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Wirtschaft
Telekom stoppt Rufumleitungen nach Hackerangriffen
Deutsche Telekom stoppt Rufumleitungen via Internet

Hacker sorgen für teure Telefonate nach Taiwan

Kopfhörer auf Computertastatur (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Via Internet haben Computerhacker bei Telekom-Kunden teure Rufumleitungen eingerichtet. ]
Nach massiven Angriffen von Computerhackern hat die Deutsche Telekom ihren Online-Service eingeschränkt. Kunden können nach Angaben eines Konzernsprechers seit Anfang November keine Rufumleitungen mehr über das Internetportal des Unternehmens einrichten. Die Deutsche Telekom bestätigte damit in Teilen einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel".

Teure Rufumleitungen ins Ausland

Hacker hatten sich laut dem Konzernsprecher mit gestohlenen Daten Zugriff auf das Kundenmenü der Betroffenen verschafft und teure Rufumleitungen auf Handynummern im Ausland eingerichtet, zunächst vor allem in Taiwan. Kunden, die deswegen hohe Rechnungen für Auslandsverbindungen erhalten hatten, werde der Schaden ersetzt, sagte der Sprecher. Seinen Angaben zufolge geht der Konzern von "einigen hundert Betroffenen" aus. Der Schaden sei bislang aber "relativ gering".

Die Telekom setzte auch die Zahlungen des Konzerns an die Telefongesellschaften aus, in deren Netze die Rufumleitungen von den Hackern eingerichtet wurden. Die Onlineverwaltung des eigenen Anschlusses soll für Telekom-Kunden nach und nach wieder freigeschaltet werden. Der Konzern habe neue Sicherheitsvorkehrungen eingerichtet, sagte der Sprecher. Per Telefon und über die Hotline der Telekom seien Rufumleitungen auch derzeit einzurichten. Wegen des Missbrauchs sei lediglich die Funktion gesperrt worden, Rufumleitungen über das Internet vorzunehmen.

Telekom: Kein Zusammenhang mit gestohlenen Kundendaten

Die Deutsche Telekom betonte, dass es keinen Zusammenhang zwischen der aktuellen Sicherheitslücke und den Skandalen um gestohlene Kundendaten gebe. Dem Konzern zufolge hatten Hacker die Zugangsdaten direkt bei den Kunden gestohlen und dabei sogenannte Phishing-Programme und Trojaner genutzt.

Stand: 29.11.2008 13:38 Uhr
 

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